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Thema: Umbau Jeanneau Leader 650 Innenborder auf Aussenborder

  1. #41
    Konteradmiral Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Avatar von Water
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    Hallo Gabor,

    ich selbst habe immer mit Polyesterharz gearbeitet. Das riecht zwar etwas, ich finde es aber erträglich. Polyesterharz riecht etwas nach Marzipan. Es gibt aber Nachbarn, die diesen Geruch nicht mögen. Du musst beurteilen, ob Du ein Problem mit den Nachbarn bekommen könntest. Zur Verarbeitungstemperatur hat mein Vorredner schon etwas gesagt. 18 bis 20 Grad wären schon gut. Epoxi verwende ich nicht, obgleich bei Epoxi in der Tat geringere Verarbeitungstemperaturen möglich sind. Es gibt Menschen, die Probleme mit Epoxi bekommen können bei Hautkontakt.

    Epoxi ist grundsätzlich ein sehr gutes Harz, aber auch teurer. Sehr gute Harze gibt es aber auch bei den Polyesterharzen. Hierbei denke ich insbesondere an das ISO-NPG. Isophthalsäureharz ist aber auch als Qualitätsharz vollkommen ausreichend. Früher hat man auch Orthophthalsäureharz eingesetzt. Da gibt es aber auf der wasserlelasteten Seite Probleme mit Osmose.

    Es gibt auch Bootsbaubetriebe, die die Gelcoat in Isopphthalsäure aufbringen, für die ersten -2- Lagen Glasfaser auch Isophthalthalsäureharz verwenden und die weiteren Lagen in Orthophthalsäureharz ausführen. Das macht aber aus meiner Sicht keinen Sinn, weil das bessere Isophthalsäureharz nur etwa 10 Prozent teurer ist als das billigere Orthophthalsäureharz. Da kann man auch gleich das bessere Harz nehmen und hat keine Probleme mit Osmose. Außerdem ist Isophthalsäureharz fester und hitzebeständig bis 80 Grad.
    Für einen Formenbau nimmt man grundsätzlich Formbauharz. Das hat einen geringeren Volumenschrumpf. Das bedeutet, dass sich die Form dann einfacher vom Positivkern abheben lässt.

    Mit dieser ganzen Materie brauchst Du Dich aber nicht grundsätzlich auseinanderzusetzen. Wenn Du Dein Harz kaufst, werde ich Dir einen Link mit Bezugsquellen schicken.

    Dann vorab noch zu Deinen anderen Fragen:

    Am Anfang hast Du es mit den Holzarbeiten für den Positivkern zu tun und mit Schnellleim. Da spielt die Temperatur eine geringere Rolle. In den nächsten Wochen wird es auch wieder wärmer. Dann kannst Du ab 15 Grad laminieren. Wenn es dann nachts etwas kälter wird, ist es egal. Beim Laminieren setzt die Polimerisation ein und das Laminat erwärmt sich leicht. Nach 24 Stunden hast Du beim Härteprozess eine 96-prozentige Härte, nach 28 Tagen die Endhärte von 100 Prozent.

    Den Rand kannst Du in 6 cm auslegen.

    Mit dem Positivkern könntest Du also schon anfangen. Für die Negativform und das Fertigteil hast Du in ein paar Wochen die Temperaturen.

    Obgleich im Bootsinneren noch das Widerlager einzubauen ist, brauchst Du Dich jetzt noch nicht darum zu kümmern. Die Grundplatte aus Holz kannst Du auch so schon außen am Heck festschrauben. Dafür kannst Du 8 mm Schrauben nehmen. Aber denke daran, dass das keine Holzschrauben sein dürfen. Das müssen Maschinenschrauben mit Unterlegscheiben und Muttern sein, sonst bekommst Du den Positivkern nicht mehr abgebaut.

    Der Positivkern wird am Boot aufgebaut und grob gespachtelt. Dann kannst Du ihn vom Heck abnehmen, auf einen Tisch oder auf Böcke stellen, feinspachten und mit 2 bis 3 Lagen Spritzfüller versehen. Der Spitzfüller wird dann bis auf eine Körnung von 1200 feingeschiffen und für der Abzug der Negativform vorbereitet. Dabei wird 5 mal Trennwachs aufgetragen, aber jeder Trennwachsauftrag einzeln auf Hochglanz auspoliert. Aber dazu sage ich Dir noch etwas, wenn es soweit ist.

    Die Badeplattform solltest Du vor dem Anbringen der Grundplatte schon ausschneiden. Mit einem 800 mm breiten Ausschnitt kommst Du hin. Nach dem Ausschnitt kannst Du auch besser die Grundplatte verschrauben. Ich habe mal an meiner Stichsäge gemessen, wie breit die Grundplatte ist. Diese hat eine Breite von 70 mm. Das bedeutet, dass das Sägeblatt 35 mm vom Rand entfernt ist. Den Ausschnitt würde ich zu den Rändern zum Bootsheck hin nicht rechteckig ausführen, sondern etwas abgerundet. Ich zeichne Dir das aber noch in ein Bild ein.

    Das Sägeblatt für die Stichsäge sollte hartmetallbestückt sein.

    Jetzt hast Du wieder etwas zu lesen und hinterfrage alles, was Du nicht verstanden hast.

    Gruß Walter

  2. #42
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    Hallo Gabor,

    Du hast Dich wahrscheinlich auch schon einmal nach den Kosten Deines Umbaus gefragt. Wenn ein gewerblicher Betrieb diesen Umbau durchführen würde, müsstest Du etwa mit 10.000 Euro rechnen. In Eigenvornahme liegst Du etwa bei 1.000 Euro. Dazu brauchst Du natürlich noch eine selbstsperrende hydrauliche Lenkung bis 300 PS. Die kostet nochmal 1.000 Euro. Alles in Allem wird Dein Umbau voraussichtlich 2.000 Euro insgesamt kosten. An Arbeitsstunden kannst Du etwa 100 bis 150 Stunden einkalkulieren. Dem Fachmann geht das natürlich schneller von der Hand.

    Gruß Walter

  3. #43
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    Hallo Gabor,

    hier noch ein Bild für den Ausschnitt aus der Badeplattform.

    Gruß Walter
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