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Thema: Wiederaufbau Checkmate 281

  1. #1
    Vollmatrose Rot-Runner ist ein sehr geschätzer Mensch Rot-Runner ist ein sehr geschätzer Mensch Rot-Runner ist ein sehr geschätzer Mensch
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    Standard Wiederaufbau Checkmate 281

    Hallo allerseits!

    Zuerst mal eine kurze Vorstellung:
    Markus, 47 Jahre alt und komme aus der Stuttgarter Ecke.

    Neben diversen Oldtimern und anderen Beschäftigungen verbringe ich recht viel Zeit am bzw.im Boot - was naheliegend ist, wenn ich hier angemeldet bin.

    Das erste Boot war eine 6m-Cobia mit 3,0 Mercruiser Ende der 90er, welche 2000 durch eine Target 21 ersetzt wurde (Unbekannt? Jo, geht mir bis heute auch so - ist n deutscher Hersteller gewesen... egal). Das Boot war auch der Grundstein für den aktuellen Beitrag: Es war nämlich ne ziemlich weiche Angelegenheit. Nicht aufgrund fortgeschrittenem Zerfall sondern konstruktionsbedingt. Ende 2006 war alles voller Haarrisse, Gelcoatabplatzer usw. Alle sagten, der Rumpf ist tot usw... schau dich nach nem anderen Boot um. Da mir das Boot aber gut gefallen hat und "geht nicht" bzw. "das kannst du nicht" usw. nicht meine Welt ist, hab ich mich also bezüglich GFK und dessen Reparatur schlau gemacht. In meinem Leben hab ich irgendwie immer alles wieder repariert bekommen - im Prinzip braucht man etwas Fantasie, Platz und Werkzeug und jemand, der einem zeigt, wie es geht. Der rest kommt von alleine - mein Oldtimer fährt auch noch, nachdem ich ihn geschweißt habe - konnte ich zuvor auch nicht (das ist heute rund 20 Jahre her... scheint also geklappt zu haben).
    Zurück zum (Vor)Thema - habe also Kontakt zu Lange & Ritter gesucht, welche hier in der Gegend ansässig sind und mir mit viel und noch viel mehr Engagement und natürlich auch Harzen, Kleber, Matten usw. geholfen haben - GFK war absolutes Neuland für mich.
    Ich entfernte aus dem Boot also alles außer Stringer und Spiegel (da hatte ich dann doch einen gewissen Respekt davor... leider, wie sich später rausstellte), verstärkte mit einer Holzgitterkonstruktion alles und laminierte das Zeug ein. Das war 2007 - 2010, seither keine Risse oder sonst was, das Boot ist anschliessend deutlich schneller und stabil ohne Ende. Ich kann also sagen, daß auch dies funktioniert hat - was nicht bedeutet, daß ich keine Fehler gemacht hätte. Das Risiko muss man eingehen, man lernt daraus.

    Boot also innen ausgeschliffen mit 100er Körnung...
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  2. #2
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    Anschliessend alle Holzteile eingefügt, markiert, wieder ausgebaut, kompletten Rumpf mit Matten laminiert, dann Holzteile eingeklebt und ebenfalls mit Matten überlaminiert.

    Die Konstruktion hat definitiv funtioniert auch wenn ich ich zwischenzeitlich bzw. kürzlich diverse Berichte gelesen habe, daß es nicht unbedingt der Standartidealweg war.
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  3. #3
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    Anschliessend habe ich es auslackiert mit einem 2k-Lack aus dem Autobereich (hält bis heute wunderbar). Bodenplatten sind verschraubt - nicht verklebt. Ich mag nicht-zugängliche Hohlräume absolut nicht. Möchte zur Kontrolle überall reingucken können... Kann man drüber diskutieren, schon klar.
    Es folten natürlich noch Verkleidungen, Elektrik...

    Die Bilder sind von 2007 bzw. 2009, 2010 war die erste Probefahrt, seit 2011 wieder jede Saison auf dem Wasser.


    Fazit aus dieser Aktion:
    Konstruktion ist defitiv gut, auch nach wilden Flügen und Sprüngen keinerlei Risse, Abplatzer usw. Vom Prinzip her bin ich damit zufrieden.
    Der Tank war zuvor im Boden der Kajüte, dieser ist nach hinten gewandert wie auf den Bildern. War evtl. keine so gute Idee - Boot neigt bei mittleren Geschwindigkeiten zum wippen. Spiegel hätte ich auch ersetzen sollen - nunja... Ansonsten aber alles gut.
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  4. #4
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    Hat viel Spass gemacht, auch wenn zwischendurch diverse Rückschläge und Tiefpunkte waren. Viel gelernt - und ein ein paar Jahre später wiederholte sich das Ganze.
    Eine Freundin kaufte sich eine Monterey, die sich später als unerwartet morsch herausgestellt hat.
    Alles Holz war im Prinzip nur noch Torf inklusive Spiegel. Also dort auch alles (und dieses Mal wirklich alles) raus und im Prinzip gleiches Vorgehen, wie bei mir. Boot fährt auch wieder wunderbar zwischenzeitlich - die komplexe Gitterkonstruktion habe ich nicht ganz so wild wieder übernommen - war nicht notwendig.
    Aber als wir das Boot zusammen aufgebaut haben, bekam ich Lust, auch mal wieder ein Boot für mich zu bauen. Man kann sich so herrlich darin austoben - wenn alles so langsam wieder zusammewächst innen, die Streben, Wände usw. ineinandergreifend eine komplette, mechanisch irre stabile Einheit bildend eingefügt werden... Die vielen grübeleien und Ideen, wie man was im Detail umsetzt... Die Elektrik später - alles neu und sauber verkabeln, versch. Farbcodes für die diversen Funktionen verwenden usw usw.
    Letztes Jahr wollte ich dann nur ein Transom bei einem Händler holen und bin dabei versehentlich über den leeren Rumpf (Soll heissen, ohne Motoren und Antriebe) einer Checkmate 281 "gestolpert". Irgendwie hat dann alles gepasst, ich hab mein Zugfahrzeug ebenfalls angepasst, noch ein neues Bravotransom und einen Bravo XR-Antrieb geholt... und dann alles erstmal in die Halle gestellt, bis die Monterey die Werft verlassen hat dieses Frühjahr.

    So.... und jetzt komm ich dann endlich zum Thema... ;-)

  5. #5
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    Die Checkmate in den Hof zu bekommen, war die erste Hürde - wo 6m-Boote reinpassen, passt ein 8,50m-Boot nicht auch zwangsläufig.
    Aus der alten Hütte, wo die Monterey darunter gestanden hat, erstmal einen Anhängerdummy gebaut, der in seinen Maßen dem Original entspricht. Auf drei Räder gestellt zum rangieren und testen, ob ich prinzipiell um die Ecken komme - und somit festgestellt: Knapp, sollte aber gehen mit etwas tricksen. Boot steh dann um 90° gedreht im Hof.
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  6. #6
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    Mit Hilfe eines Trailerboy (falls unbekannt: Wird anstelle oder zusätzlich zum Stützrd montiert und ist ein el. betriebener... Dingsbums. Rangierhilfe halt), Rollunterlagen unter den Rädern und einer Schubstange, welche ich aus einem Vierkantrohr und zwei Anhängerkupplungen gebaut habe, wanderte das Boot dann in den Hof.
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  7. #7
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    Damit ich bei WInd und Wetter arbeiten kann, natürlich wieder ein "Holzhaus" drüber gebaut, Planen drüber, Beleuchtung und Steckdosen rein und vorne ne Klappe, die aufgeklappt gleichzeitig ein Dach bildet, um darunter vor dem Boot arbeiten zu können (zB Holzplatten sägen usw.
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  8. #8
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    Zwischenzeitlich ist der komplette Rumpf leergeräumt und auch der Spiegel ist raus.
    Zustand war nicht schlecht, aber auch nicht gut. Rechter Stringer war eigentlich ziemlich vergammelt, links gut, Spiegel war auch recht gut, wenngleich stellenweise angegriffen. Was das Entfernen nicht gerade erleichtert hat...
    Möblierung innen war ok, aber halt auch im Laufe der 3 Jahrzehnte in "fortgeschrittenem" Zustand. Ausserdem neigen die Amis scheinbar dazu, Holz nicht immer komplett zu versiegeln - die Bodenbretter und vorderen Verstrebungen waren alle recht morsch bereits, innen stand das Wasser auf dem Boden, da Luke undicht. War mir persönlich ja relativ egal, weil von vornehrein festgestanden hat, alles zu entfernen.
    Die Doppelmotorisierung wird ebenfalls durch einen einzelnen Motor ersetzt - mit 2 Bigblocks wiegt der Pott zu viel, würde ich mit Anhänger sicherlich die 3,5t überschreiten. Man kommt an nichts ran bei Doppelmotorisierung... usw. Soundtechnisch wäre es natürlich schon fein - Leistungstechnisch auch. Aber nunja... Das Boot gab es ab Werk wahlweise mit Single- oder Doppelmotorisierung. Unterscheidlich scheint nur die Oberschale zu sein, wenn man von den Motorfundamenten mal absieht - die Version mit Doppelantrieben hat eine 4-Hebelschaltung statt nur einem einzelnen Hebel seitlich montiert und mehr Platz für Instrumente. Hätte also nicht ohne Aufwand die 2-Hebelschaltung verbauen können und auch deutlich weniger Platz für Instrumente (ich mag die analogen Anzeigen einfach)... Statt der 120km/h kommt man lt. einer Testzeitschrift aus den 90ern noch auf 94km/h mit 7,4l - ist dann halt so. Ich will ja keine Rennen damit fahren. Und mit dem XR-Antrieb hab ich genug Reserven bezüglich der Motorisierung, welche eher finaziellen Grenzen unterworfen sein wird. Aber das hat noch lange Zeit...
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    Geändert von Rot-Runner (03.10.2019 um 15:21 Uhr)

  9. #9
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    Plan ist bzw. war, das Boot innen auszuschleifen mit 60er Körnung (zu grob?) und dann anschliessend erstmal mit G4 versiegeln über den Winter. Holz einpassen, anschliessend (sobald es die Temperaturen zulassen) einkleben und anschliessend alles mit Matten und Roving überlaminieren. Versiegelung mit G4 daher, weil ja das GFK angeschliffen und somit offen ist - Wasser gehört da nicht rein und ist trotz guter Planen nicht immer auszuschliessen (Undichtigkeit, Schwitzwasser...). Ausserdem trampel ich ja drin rum... Frage ist allerdings, ob ich später dann (nächsten Sommer über.... und/oder Übernächsten) damit wieder eine mechanische Verbindung mit dem Harz hinbekomme oder erneut anschleifen muss...? Aus dem Datenblatt von G4 bekomme ich dazu keine Antwort und Lange & Ritter macht für den Privatbedarf auch nichts mehr. Was meint ihr? Bzw. "meinen" reicht mir nicht, weiß es jemand?
    Neben der G4-Frage grüble ich noch über ein paar weitere Punkte. ZB gefällt mir das Thema Holz im Spiegel nicht so richtig. Gerade der Spiegel ist letztendlich ne recht perforierte Angelegenheit - Transom, Auspuffrohre, Trimmklappen, Lenzöffnung, Badeplattform... klar kann man alles sauber und dicht verschliessen, aber n Fehler irgendwo und Wasser sickert unbemerkt rein. Gut - bis das alles dann durch ist, fahr ich vermtl eh nicht mehr Boot - dennoch denke ich über Alternativen nach - bisher eher ohne Erfolg (Aluplatten, statt Holz, Kunststoffplatten... alles eher ne Idee statt Lösung).
    Wo wir schon beim Spiegel sind - Spiegelplatte über die gesamte Breit in voller Stärke durchziehen oder zB nur im Transombereich bis zu den Stringern in voller Stärke, weiter nach aussen zB nur noch halbe Stärke und evtl. mittig verstrebt nach vorne (wie in der Target - deren Spiegel ist nur mittig... ).



    (Bei den Booten davor habe ich das Holz immer zuerst eingepasst, dann ausgeschliffen und eingeklebt)
    Geändert von Rot-Runner (03.10.2019 um 16:00 Uhr)

  10. #10
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    Moin Markus,
    als Alternative zu Holz gibt es Coosa Bluewater Platten. Die Ammis nutzen eine 5cm Coosa Bluewater 26 Platte. Davor und danach kommen 2Lagen Biaxial 650Gr. Das soll wohl angeblich für triple 350hp langen
    Zu kaufen gibt es die bei der FA Von der Linden. Vllt dort einfach mal nachfragen!
    Ich persönlich würde das Boot innen noch nicht versiegeln, da du dann ganz sicher wieder anschleifen müsstest. Doppelte Arbeit... Mal gucken was Walter dazu sagt, aber ich meine, dass der Rumpf diese par Monate auch ohne Versiegelung übersteht. Delamination ist ein Prozess über Jahre. Ich habe auch noch nie davon gehört, dass jmd. G4 zur Versiegelung des Bootsrumpfes nutzt. Mir ist das eigentlich immer nur in Verbindung mit Holz bekannt...
    Spiegel natürlich bis an die Seitenwände und an diese anlaminieren.

    Gruß Richard
    Geändert von Behrrari` (03.10.2019 um 21:51 Uhr)

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