Zitat Zitat von Tabaluga501 Beitrag anzeigen
Hallo Dieter
Also mit deiner Kostenaufstellung komme ich nicht klar !
Wieso muß ich noch mal Investitionen in gleicher Höhe wie die Anschaffungskosten machen ? Man gibt doch keine 50TSD. aus für offensichtlichen Schrott aus,bei der Summe würde ich aber schon einen Gutachter mit nehmen .
Nur mal als Beispiel:
https://www.boot24.com/motorboot/kaj...ser-motor.html
Gut das Boot ist jetzt von 2001, also 19j. sieht man ihm auf den Fotos nicht an.
Sicher Fotos sagen eigenlich nix aus ,aber dafür ein Gutachter !
Und Unterhaltskosten von 10.000 € finde ich auch ein bischen viel , damit meine ich aber nicht eventuelle Reperaturkosten, die können schnell Teuer werden,wie bei einem Auto auch !
Gruß Rainer
Ich muss gestehen, ich habe ein wenig übertrieben, sooo teuer ist der Unterhalt nun auch nicht, ich wollte jedoch in eindringlichen Worten zu verstehen geben, dass da laufende Kosten auf einen Bootshalter zukommen, je größer das Boot, umso mehr und diese Kurve steigt logarithmisch an, nicht linear.

Viele Bootsinteressenten beachten diese Regel wohl nicht so ganz, die Kleinanzeigen sind voll von halbfertigen "Projekten", wo jemand ein scheinbares Schnäppchen gemacht zu haben glaubte und dann mangels weiteren Geldes die erforderlichen Renovierungsarbeiten selbst machen wollte, aber dann auf halbem Weg aufgegeben hatte, weil derjenige einsah, dass sein Projekt ein Fass ohne Boden ist und man am Ende weit über den Zeitwert des Bootes hinaus investieren müsste.

Viele Boote werden ja auch mit "kleinen Mängeln" angeboten, irgendwas klemmt bei der Probefahrt, es sei aber nicht so schlimm, ließe sich leicht reparieren ...... hat man das Boot dann gekauft, stellt sich dieser "kleine Mangel" oftmals als kapitaler Schaden am Motor und/oder dem Antrieb heraus.

Solche Negativüberraschungen können auch schon bei noch nicht so alten Booten auftreten, leider.

Man muss sich ja nur mal vergegenwärtigen, WARUM jemand sein doch so tolles Boot verkaufen will:

- Aufgabe des Bootssportes (kommt oft vor, aus welchen Gründen auch immer)
- Vergrößerung des viel zu klein gewordenen Bootes
- Verkleinerung des viel zu großen Bootes, weil man keine Urlaubsfahrten mehr macht oder weil die Kinder aus dem Haus sind.
- Abstoßen des Bootes, weil sich so einige sehr teure Reparaturen anbahnen, am besten in Kombination mit einem der oben genannten Gründe.

Man muss sich vor Augen führen, dass sehr selten top-klasse-1-A-gepflegte Boote im Zustand "wie neu" abgegeben werden und wenn, wollen die Besitzer fast den Neupreis dafür haben, die meisten angebotenen Boote werden aus gutem Grund zum Kauf angeboten.

Auch ein Gutachter hat keine Röntgenaugen und kann nicht das Boot zerlegen, um eventuelle feuchte und marode Stellen zu entdecken, der sieht auch nur das Offensichtliche, kennt sich aber mit Detailfragen aus und weiß genau, worauf er achten muss, aber eine Hundertprozentige Zustandsbeschreibung kann auch der nicht geben, dazu müsste er das Boot zerlegen samt Motor und Antrieb.

Ein Gutachter kann dich also nicht davor schützen, einen bereits durch Überhitzung vorgeschädigten Motor in einem Boot mit zu erwerben, der läuft bei der Übergabe noch einwandfrei und fliegt dir bei der ersten Ausfahrt auseinander, die Foren sind voll von solchen Berichten, dann sieht man sich vor Gericht wieder oder muss eben nochmals 5.000 oder 10.000 Euro fürn neuen Motor investieren, obwohl man ja nur 15.000 Euro für das Schnäppchen bezahlen musste.


Bootfan Dieter