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Thema: ECO 68 - die Entstehung eines Hausboot-Katamarans

  1. #81
    Bootsmann shakalboot hat eine strahlende Zukunft shakalboot hat eine strahlende Zukunft shakalboot hat eine strahlende Zukunft shakalboot hat eine strahlende Zukunft shakalboot hat eine strahlende Zukunft shakalboot hat eine strahlende Zukunft shakalboot hat eine strahlende Zukunft shakalboot hat eine strahlende Zukunft shakalboot hat eine strahlende Zukunft shakalboot hat eine strahlende Zukunft shakalboot hat eine strahlende Zukunft Avatar von shakalboot
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    Mahlzeit allerseits,

    wie einige sicher im Paralleluniversum mitgelesen haben, geht mein CAT-Bau seit einigen Tagen weiter und ich möchte auch hier im Forum meinen Trööt auf den neuesten Stand bringen.

    Den Rumpf 2 habe ich mittlerweile mit Glasgewebe laminiert und geschliffen.

    Eigentlich wäre jetzt die Epoxi/Graphitpulver/Quarzmehl Beschichtung dran, doch vorher will ich noch den Kiel und Steven durch einen "Keelguard" schützen.
    Aber nicht mit den Handelsüblichen PE Streifen aus Übersee, sondern mit einem auflaminierten Polyestergurt.
    Wer schonmal versucht hat einen Sicherheitsgurt von Auto zu zerschneiden, weiß, wie zäh diese Polyesterfasern sind.
    Ich habe mal ein Stück von dem Gurtmaterial mit Epoxi getränkt und einen 1,2mm starken Streifen erhalten, der Hammerschlägen, Kratzen auf Beton, sowie schleifen mit 40er Schleifleinen recht ordentlich standhält - im Vergleich zu "normalen" GFK.

    Bild 1 zeigt dieses malträtierte Stück.

    Ich will nun mit dem Vakuuminfusionsverfahren ein 7,4 m lages Gurtstück auf den Kiel und 0,5 m auf den Steven verkleben.

    Der Gurt wurde vorher gewaschen und mit Silikonentferner ausgeblasen, um alle Impregnierungen zu entfernen.

    Der Gurt wird mittels Sprühkleber auf dem Kiel fixiert. Bild 2
    Darüber kommt Abreißgewebe, Lochfolie und Saugvlies. Bild 3 ff

    Eigentlich wird bei der Vakuuminfusion eine Art Gitternetz als Flieshilfe verwendet.
    Ich habe mich da mal mit Freddy (aus dem anderen Forum) etwas näher unterhalten und er meinte auch, ds Vlies reicht bei meinem Verfahren.

    Schließlich muß das Harz in das System und damit das fliesen kann, wird eben mit Vakuum nachgeholfen und dazu ist eine Saugleitung nötig.
    Beide Leitungen innerhalb des Systems bestehen aus PE Spiralschlauch.

    Damit das Harz nicht sofort aus dem Spiralschlauch in das Saugvlies wandert, ist eine Sperrschicht über der Harzleitung nötig - dafür reicht Malerkrep.

    ...
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    beste Grüße Jens

  2. #82
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    ...es geht weiter...


    Der nächste Schritt ist das Abdichten des gesamten Sytems mit PE Vakuumfolie. Normalerweise wird die auf dem Rumpf mit Vakuumdichtband aufgeklebt - ich verwende aber selbstklebende PE Fensterschutzfolie. Bild 1

    Eine Harzzufuhrleitung vorn und eine hinten wird noch mit Vakuumdichtband eingklebt. Bild 2

    Über die Gesamtlänge von 7500mm habe ich 7 Absaugleitungen vorgesehen.

    Das eine Ende habe ich spitz geschnitten und das wird durch die Vakuumfolie gestochen und in den Spiralschlauch (Saugleitung) geschoben, abgedichtet wird wieder mit Vakuumdichtband. Bild 3
    Die andere Seite ist mit der zentralen Saugleitung verbunden, die zur "Harzfalle" und weiter zu den Vakuumpumpen führt.

    (die Harzfalle ist ein vakuumbeständiges Gefäß, in dem ein Becher steht, mit dem überschüssiges Harz aus der Saugleitung aufgefangen werden kann, damit es nicht in die Pumpen laufen kann)

    Nachdem alles angeschlossen und die Folie dicht ist, erfolgt der Probelauf....

    das Vakuum steht (-0,8 bar) nichts zischt, also alles dicht. Bild 4
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    beste Grüße Jens

  3. #83
    Bootsmann sunni kann auf vieles stolz sein sunni kann auf vieles stolz sein sunni kann auf vieles stolz sein sunni kann auf vieles stolz sein sunni kann auf vieles stolz sein sunni kann auf vieles stolz sein sunni kann auf vieles stolz sein sunni kann auf vieles stolz sein Avatar von sunni
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    Hallo Jens

    Das ist aber wider mal high end Handwerk vom Feinsten, was Du hier ablieferst....
    Da kommt man aus dem Staunen einfach nicht raus und man gerät etwas in Ehrfurcht vor Dir und Deinen Leistungen.


    Glücklicherweise werden die beiden Rümpfe ja vereint - da ist einer schöner als der andere und man könnte sich gar nicht entscheiden welchen man nehmen wollte.

    Bin froh, dass Du uns daran teilhaben lässt und die spannenden und detaillierten Berichte dazu auch hier reinstellst.

    Chapeau
    Gruß Norbert
    __________________________________________________ ____
    Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.

  4. #84
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    Danke Norbert,

    ...ist doch Ehrensache ...mich ärgert nur, daß dieses Forum hier nicht über tapatalk erreichbar ist, dadurch ist das Einstellen von mehr als 5 Bilder nicht möglich....

    aber weiter mit der Vakuuminfusion...



    ich wünsche allen Mitlesern erstmal einen völlig entspannten und wunderschönen Freitag Abend...




    denn es ist vollbracht!!!

    na gut, so aufregend ist das Hinstellen von Harzbechern und das Anschalten der Vakuumpumpen auch nicht...

    Ich hatte heute vormitag noch überlegt, ...wieviel Harz wird denn in den Gurt + Saugvlies rein gehen... im groben Überschlag war ich bei ~ 300 g gelandet
    .

    Also habe sicherheitshalber mal 450 g angerührt und das auf 2 Becher verteilt.
    Da es heute immernoch kalt war, habe ich die Becher in ein Wasserbad (ca. 35°C) gestellt.
    Die Harzleitungen waren noch mit meinen Schraubzwingen verschlossen. Bild 1


    Dann habe ich die Pumpen eingeschaltet und das Vakuum baute sich auf.
    Ich habe die vordere Harzleitung geeöffnet und war guter Hoffnung...( und vor Aufregung vergessen Bilder zu machen...)

    Seltsamerweise dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, bis das erste Harz im Saugvlies sichtbar wurde...

    Bei meinem Flugzeugbau ging das irgendwie schneller...
    Ich guckte ob irgendwo ein Leck war - nix - der Druck stand bei -0,8 bar. Klar bei den Modellen ist ja auch nur ein Bruchteil Fasermaterial im Verhältnis zu dem Gurt drin und dann auch noch Glas.


    Nun hatte mir Freddy (aus denm anderen Forum) noch gesagt, wenn ich mit permanent eingeschalteten Pumen arbeite, soll ich den Druck auf ca. -0,5 bar einstellen, sonst zieht mir das Vakuum die Fasern trocken... (das ist sicher auch die Erklärung, warum damals so wenig Harz im fertigen Gurtstück war )

    Aber bei -0,5 passierte eher weniger(klar)...also wieder -0,8bar drauf.
    Dann habe ich wieder vorn geguckt, ob der Schlauch auch richtig im Harz steckt - jaaaa -

    aha und dann ging es laaaaangsam los, die ersten dunklen Verfärbungen zeigten sich. Bild 2


    Jetzt wurde ich mutig und öffnete auch den hinteren Harzzufluß...ja und der hatte es richtig eilig - der mußte ja auch nicht von unten rauf und das Harz wurde die ganze Zeit schön vom Wasserbad durchgewärmt.

    So langsam nahm das Ganze Gestalt an und das Harz begann zu fliesen, auch vorn...Bild 3


    doch oops - das Harz ging in beiden Bechern zur Neige und der Gurt war gerade ~ halb voll....

    also Druck wieder auf -0,5 bar, Harzleitungen zu und fix nochmal 450 Gramm nachgemischt...
    --- wo war das Harz hin?!?
    Egal, Becher wieder drunter, Leitungen wieder auf und es füllte sich weiter!!
    Den Druck habe ich auf -0,5 bar gelassen.

    So langsam erreichte das Harz im komplett getränkten Vlies (also auch Gurt) die erste Saugleitung, die ich dann auch sofort mit der Schraubzwinge verschlossen habe.

    und so ging es Stück für Stück, bis auch das Harz komplett an der letzten Leitung angelangt war.
    Harzzuleitungen habe ich dann geschlossen, damit keine Luft angesaugt wird, denn die Becher waren fast leer.

    900g Harz hat mein Gurt gefressen ...o.k. biss´l was ist im Abreißgewebe und im Saugvlies und sicher auch in der Harzfalle.

    Ich bin zufrieden und erstaund wie entspannt die Infusion auf dieser Länge abläuft.
    Jetzt blubbern die Pumpen mit -0,5 bar und halten das Vakuum, bis das Harz ausgehärtet ist. Bild 4
    Angehängte Grafiken
    beste Grüße Jens

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