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Thema: ECO 68 - die Entstehung eines Hausboot-Katamarans

  1. #1
    Bootsmann shakalboot genießt hohes Ansehen shakalboot genießt hohes Ansehen shakalboot genießt hohes Ansehen shakalboot genießt hohes Ansehen shakalboot genießt hohes Ansehen shakalboot genießt hohes Ansehen shakalboot genießt hohes Ansehen shakalboot genießt hohes Ansehen shakalboot genießt hohes Ansehen shakalboot genießt hohes Ansehen shakalboot genießt hohes Ansehen Avatar von shakalboot
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    Standard ECO 68 - die Entstehung eines Hausboot-Katamarans

    Guten Morgen allerseits,

    nachdem ich mich mit Olli (Ivea) darüber ausgetauscht habe, wo eigentlich ein "Selbstbauer-Thema" hier im Forum hinpaßt, werde ich es vorerst in dieser Ruprik erstellen; ob Olli das Thema dann "umplatziert" in ein neues Unterforum "Selbstbau-Boot" o.ä. wird sich zeigen.


    ...also zum Thema...

    Schon als ich das Hexlein restauriert habe und das Vordeck erhöht habe, geisterten mir Gedanken durch den Kopf, mit dem Hexlein längere Fahrten, auch mit Übernachtung zu machen....
    es war aber einfach zu eng.

    Nun bin ich aber auch gern auf Gewässern in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs, auf denen der Betrieb von Verbrennungsmotoren untersagt ist...
    - und da reifte so langsam ein "Traum" nach einem Hausboot heran.
    Sicher auch unterstützt durch die Flösse von "World of Tom Sawyer", die auf den mecklenburger Seen unterwegs sind.

    Nun wollte ich aber keines der schweren Flösse, für deren Umsetzung stets ein Kran und ein LKW zu Verfügung stehen muß...es sollte ein trailerbares Hausboot sein.

    Also war die maximale Breite von 2550 mm schonmal vorgegeben.

    Durch Zufall fand ich im "Selbstbauer-Forum" (des BF) einen Trööt von Günter (heimfried) über den Bau eines Hausbootkatamarans "ECO 62"

    Günter hatte auch die Quelle des Bauplanes angegeben - und so folgte, was folgen muß...ich habe mir den "Studyplans" und später die Baupläne des ECO 62 bestellt.

    http://ikarus342000.com/ECO62houseboatpage.htm

    An die etwas eigenwillige äußere "Erscheinung" des CAT muß man sich sicher erst gewöhnen....oder auch auch nicht

    Wer meine verrückten Ideen inzwischen kennt, weiß eigentlich schon, was kommt...
    ich habe mal das Design etwas "gepimt"...

    nach Rücksprache mit dem Konstrukteur Bernd Kohler, schrieb er mir folgende Antwort:

    "...Ich muss sagen, dass mir Ihre Änderungen recht gut gefallen...Ich finde, daß Sie sehr sensibel mit den Veränderungen umgegangen sind also OK.
    Viel Erfolg..."

    Nachdem ich, ausgehend auch von der Diskussion im BF, die beiden "Ohren" links und rechts vor dem Steuerstand wegrationalisiert hatte, habe ich den CAT gleich nochmal "gestretcht". Alo wurde aus ECO 62 mal eben mein ECO 68.
    Es war eine Längenskalierung um 10%, die vom Konstrukteur ebenfalls "abgesegnet" wurde.

    Ich hatte dabei schon Walters Gedanken im Hinterkopf...da noch zwei Konsolen dranzubauen, also habe ich den CAT gleich vor Baubeginn um 68 cm verlängert.

    Die Dachwölbung erinnerte mich aber immer noch zu sehr an Eisenbahnwagons, bzw, Zirkuswagen...also wurde die auch etwas flacher!

    Letzendlich habe ich in meiner Werkstatt ständig die ausgesonderten Carbon-Sandwich-platten aus der Flugzeugindustrie hin und her geräumt...
    bis mir die Idee kam, man könnte doch den CAT aus diesen Platten und nicht aus "plywood/glass/epoxy composite" bauen.

    ...kurze Anfrage beim Konstrukteur - o.k.!!

    ...Anfrage an meinen Kumpel, der in der Flugzeugwerft "Entscheidungen über den Verbleib ausgesonderter Platten trifft" (...die haben oft nur kleine optische Fehler!!! und dürfen für den Airbus nicht verwendet werden...zu Forschungszwecken - ja!)
    -o.k.


    Nachdem nun alle "Ungereimtheiten" halbwegs beseitigt waren und das Hexlein nun diese Saison nicht mehr ins Wasser kommt, war dann am 01.09.2017 die feierliche Kiellegung.
    ...na gut - Baubeginn, da ja kleinere Boote mit Kieloben begonnen werden.

    aber dazu mehr im nächsten Bericht
    Angehängte Grafiken
    beste Grüße Jens

  2. #2
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    Hallo Jens

    Klasse, Dein neues Projekt. Und mit den Carbon-Sandwich-Platten wird das vermutlich so auch ein mehr als robustes "Gefährt" werden und obendrein sehr leicht.
    Du legst da ja ein irres Tempo vor und die einzelnen Bauschritte sind extrem interessant und detailliert beschrieben und bebildert.
    Auf das endgültige Antriebskonzept bin ich wirklich sehr gespannt - und Du wirst damit sicher den Weg so mancher ebnen, die eine alternative für die bisherigen, gängigen Antriebskonzepte suchen.

    Mir bleibt da nur eins zu sagen - Chapeau!
    Gruß Norbert
    __________________________________________________ ____
    Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.

  3. #3
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    @ Norbert - Danke für das Feedback

    zur Verwendung der Carbon-Sandwichplatten... da wiegt der Quatratmeter gerademal 2,7 kg...ich rechne da mit einer Gesamtgewichtseinsparung von ~ 30%, was ich dann durch Zuladung von Akku´s für den E-Antrieb und Wasser (und Abwasser) wieder ausgleiche; eventuell auch Ballasttanks, wodurch ich jederzeit in der Lage bin den CAT so zu trimmen, daß stets "Nomallage" gegeben ist...d.h. sind die Enkel oder Gäste mit an Bord - weniger Wasser in die Ballasttanks.

    Krängungen, wegen herumhüpfender Passagiere können da natürlich nicht ausgeglichen werden, aber das sollte der CAT schonmal wegstecken können.

    -was das Antriebskonzept angeht, da muß ich sagen, es ist nicht allein auf meinem Mist gewachsen. Im BF sind wir mittlerweile eine sehr gute Truppe, wo gerade dieses Thema ergiebig diskutiert wird, wo es natürlich auch diverse Bautip´s gibt.
    Ich muß natürlich hier im BWF die ersten Schritte bei meinem Bau etwas "verkürzt" darstellen, da diese ja nun schon Vergangenheit sind, aber hier im Forum auch kurz vorgestellt sein sollten.

    Deshalb mal zum weiteren Baufortschritt...

    Bernd Kohler hat für den Bau des ECO, also den Bau der Rümpfe, nicht die Variante "stich & glue" sondern "Ply-on-Frame" gewählt; es werden also die Planken direkt auf die Spanten (hier im Weiteren "Bulkheads" - Schottwände) verklebt.

    Dazu habe ich eine Helling gebaut, auf der die Bulkheads ausgerichtet montiert sind.
    Die Ausrichtung erfolgte mit einem Laser (...der ist fokusierbar und gibt´s bei eBay - 3€).
    Kurze Beschreibung: auf den Bulkheads sind auf der Mittelachse im Schnitt zur CWL Löcher gebohrt; wenn der Laser letzendlich den letzten Bulkhead trifft, sind sie in Höhe und Achse ausgerichtet. Die waagerrechte Ausrichtung erfolgt mittels Wasserwaage an jedem Bulkhead.

    Als nächstes erfolgte das Einkleben der Kimm -und inneren Weger (die inneren Weger befinden später direkt unter dem Brückendeck)
    ...doch da ergab sich ein Problem mit dem Biegen des Kimmwegers vom ersten Bulkhead bis zum Steven.
    Alle Varianten, wie Dampfbiegen, Wässern waren erfolglos...also habe ich die Leisten (25 x 35 ) lamelliert und mit Hilfe einer Biegeschablone in entsprechende "Krümmung" gebracht. d.h. ich habe die Leiste einmal längs eingeschnitten und mit Epoxikleber verklebt (siehe Fotos)

    Kiel und Steven habe ich dann noch eingklebt, so daß schon die spätere Rumpfform sichtbar wurde.

    Hier und da gab es immer mal kleine Unklarheiten, die im Plan nicht so richtig ersichtlich waren...aber irgendwie haben wir (Günter, der parallel in Berlin seinen ECO 62 baut und ich) dann, auch mit Hilfe der anderen Leser zu einer Lösung gekommen.
    dazu vielleicht hier nocheinmal der Link ( https://www.boote-forum.de/showthread.php?t=260765 )

    das soll es erstmal gewesen sein (...kann ja leider nur 5 Bilder einstellen, bzw mit Trick über Tapatalk...da geht mehr..)

    ...wie heist es bei Serien so schön...Fortsetzung folgt


    p.s. guckt mal bitte nicht soviel links und rechts neben die Helling... der Sperrmüllcontainer ist schon bestellt!!
    Angehängte Grafiken
    Geändert von shakalboot (23.09.2017 um 08:23 Uhr)
    beste Grüße Jens

  4. #4
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    Guten Morgen allerseits,

    ...wie ich sehe, wurde doch schon reichlich hier in den Bautrööt hinein geschaut
    auch wenn noch nicht allzu viel zu sehen ist - trotzdem Danke!

    und deswegen will ich mal schnell die Fortsetzung schreiben.

    Im vorletzten Beitrag ist ein Foto meiner Kiellegung zu sehen...
    ich wollte ganz einfach ein biss´l alte Traditionen in meinen Bootsbau mit einfließen lassen, was bei großen Schiffen auch immer noch gemacht wird;
    - die Ansprache, natürlich bei einem guten Schluck
    - Nennung der technischen Daten, Baubeginn, Werft, Konstrukteuer...
    - und die obligatorische Glücksmünze - die auch bei mir nicht fehlen sollte.

    Es ist ein kleines Ritual, was ich mit "einbauen" wollte, da es mein erster Bau eines kompletten Bootes - und wahrscheinlich auch mein letzter Bau ist.

    Ja - und diese kleine Glücksmünze (ob nun Aberglaube oder nicht) begleitet das Boot von Anfang an.
    Es ist eigentlich üblich, diese Münze unter den Kiel zu legen (auch da gibt es viele Auslegungen) ...aber bei meiner Bauweise, mit Kiel oben, fand sie einen Platz am Steven unter der Helling.
    Dort bleibt sie solange, bis beide Rümpfe gedreht sind und das Brückendeck montiert wird. Dann werde ich sie unter dem Steuerstand für immer fest einbauen.

    Früher wurde sie unter dem Hauptmast platziert, um vor Diebstählen sicher zu sein, denn im Falle eines Unglücks, sollte sie Neptun gnädig stimmen, oder sie diente als Bezahlung des Fährmannes, der die Seelen ins Jenseits bringt....
    da gibt es auch sehr viele Auslegungen...

    soweit zur Tradition und den kleinen Ritualen...eine Schiffs (Boots-) Taufe wird es natürlich auch geben!!!

    So nun weiter zum Bau des CAT.

    Bernd Kohler empfiehlt zum Schleifen der geschwungenen Weger und des Kieles einen Bandschleifer mit einer Verlängerung zu verwenden.
    Die Modifizierung des Schleifers hab ich mal fotografisch dargestellt...da ist eigentlich alles zu sehen.

    Die grobe Vorarbeit, gerade am Kiel, habe ich mit dem Elektrohobel gemacht. Auch dem hatte ich eine "Verlängerung" als Führung verpaßt.

    Im vierten Bild sind Kiel und die Weger fertig geschliffen.

    (...es ist schade, daß die "Hochkant Fotos" immer verdreht eingestellt werden )

    Der nächste Arbeitsschritt war das Ermitteln der Abwicklungen der einzelnen Planken.
    Bernd Kohler schlägt dazu eine einfache Arbeitsweise vor---Sperrholzplatten auflegen und mit Bleistift die Konturen von Kiel und Kimmweger, bzw. Kimmweger und innerer Weger auf das Sperrholz aufzeichnen.

    Kann funktionieren... war mir aber nix! Man kann das sicher auch über die Software "freeship" ermitteln (so hat es Günter gemacht)
    - ich habe mich für die "Schnittmuster-Methode" entschieden.
    Ich habe aus "Altbeständen" noch reichlich altes Thermodruckpapier, was sich dafür hervorragend eignet.
    Sieben Meter "abgespult" und mit Pinwandnadeln, oder Reißzwecken befestigt.
    Kunturen mit Schnittzugabe anzeichnen, ausschneiden und fertig!

    Das ging bei allen Flächen sehr gut, bis auf den vorderen Bereich der Kielplanken, ab dem Bulkhead 1 bis zum Steven.
    Dort muß die Planke extrem verdreht werden. Doch selbst Papier weigerte sich diesen "Twist" mitzumachen.

    ...de Lösung dieses "gordischen Knotens" verrate ich in der nächsten Folge...
    Angehängte Grafiken
    beste Grüße Jens

  5. #5
    Konteradmiral Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Avatar von Water
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    Hallo Jens,

    sieht gut aus. Ich freue mich schon auf Deinen kompletten Bericht.

    Gruß Walter

  6. #6
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    Danke Walter,

    noch 2 oder 3 Beiträge bis zum derzeitigen Stand und dann geht's "live" weiter.
    beste Grüße Jens

  7. #7
    Navigator Axel hat eine strahlende Zukunft Axel hat eine strahlende Zukunft Axel hat eine strahlende Zukunft Axel hat eine strahlende Zukunft Axel hat eine strahlende Zukunft Axel hat eine strahlende Zukunft Axel hat eine strahlende Zukunft Axel hat eine strahlende Zukunft Axel hat eine strahlende Zukunft Axel hat eine strahlende Zukunft Axel hat eine strahlende Zukunft
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    Danke fürs Einstellen und Teilhaben lassen.
    Ich werde Deinen Bauberocht mit Sicherheit weiterverfolgen. Auch wenn ich nichts Konstruktives dazu zu vermelden habe.

  8. #8
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    Danke Axel,
    ... das wird ja ein Hausboot - und vielleicht komme ich auf Dich zurück, wenn es um die Innenausstattung, Küche geht - (Kühlschrank?!?)

    Jetzte will ich aber mal schnell noch die letzten Informationen bis zur "Live-Berichterstattung" schreiben...

    Gut, die Sache mit dem gordischen Knoten, also dem widerspenstigen Sperholz ist schnell erklärt;

    in einem Testaufbau habe ich versucht 6mm Sperrholz derart extrem zu drehen, wie es in dem Plan vorgesehen ist, selbst mit nassem Sperrholz funktioniert es nicht - beim trocknen beginnt es zu reißen.

    Jetzt könnte man sagen, hat denn der Konstrukteur das nicht bedacht ---vielleicht ja, vielleicht nein
    Dazu muß ich sagen, das ECO 62 ( mein s ECO 68) ist der einzige Katamaran von Bernd Kohler, wo Bulkhead 1 genauso breit ist(600mm), wie alle anderen Bulkheads bis zum Heck.

    Alle anderen CAT´s haben nach dem Steven schmalere Bulkheads, allerdings ist da auch die Gewichtsbelastung im Bugbereich nicht so groß. Bei unseren Cat´s ist im Bug die Koje und unmittelbar am Bulkhead i der Steuerstand.

    Das ist aber alles kein Problem, dann werden die Kielplanken in Streifen geschnitten unsd lassen sich somit besser verkleben.

    ...aber erstmal noch zu den Seitenplanken. Ich habe beschlossen diese aus den Carbon-Sandwichplatten herzustellen, erstens um Gewichtzu sparen und zweitens um eine 10mm dicke Seitenwand in den Rümpfen zu haben.

    Nun lassen sich aber diese sehr stabilen Platten nicht einfach in die Rundung zwingen, wie es die Kimm-und Seitenweger gern hätten...

    Also habe ich die Platten innen aller 70 mm eingesägt, wodurch sich die Rundung bestens formen läßt.
    Vor dem Verkleben habe ich die Einschnitte mit Klebespachtel gefüllt und nach dem alles verklebt und mit Schrauben (die später wieder herauskommen) gesichert ist, habe ich die Hohlkehlen gezogen und die komplette Innenwand mit 220 er Glasgelege laminiert (... ich glaube damit kann ich als Eisbrecher fahren...)

    Jetzt kommt sicher noch die Frage auf, wie ich die Platten für die Länge von 6820 mm mit einander verbunden habe ---

    Ich hätte sie schäften können, aber dann ist die Handhabe mit derart langen Planken sehr schwierig, also hab ich mich für die Variante entschieden, die Bernd Kohler empfiehlt - Butt-stripes

    Das sind einfach 100 breite und 6mm dicke Sperrholzstreifen, die hinter die Planken geklebt werden. Dazu habe ich in die Weger vorher die entsprechenden "Nuten" gefräst. (letztes Bild)

    Danach wurden alle Planken aufgeklebt und verschraubt. Wenn die Rümpfe fertig sind werden sie abschließend mit 320er Carbongelege (oder glas) laminiert, woduch auch die äußeren "Spalten der Carbonplatten stabil verschlossen sind....es wird kein Panzerkreuzer!!!

    p.s. in dem Plan Bild 1 sind die Maße des ECO 62...bei meinem CATmuß alles um 10% verlängert werden.



    ...es geht gleich weiter...
    Angehängte Grafiken
    Geändert von shakalboot (24.09.2017 um 17:47 Uhr)
    beste Grüße Jens

  9. #9
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    Einen schönen guten Abend allerseits,

    ich will versuchen, mit diesem Beitrag den Anschluß an die aktuelle Baufolge meines CAT zu schaffen.

    Sicherlich ist jetzt der Aufbau eines einzelnen Rumpfes für ein Katamaran-Wohnboot nicht sooo aufregend und spannend, wie die spätere Hochzeit der beiden Rümpfe mit dem Brückendeck und dem weiteren Aufbau der Kabine.
    Aber die Rümpfe sind nun mal die Basis für alles weitere.

    Vielleicht noch eine kleine Anmerkung zum Verkleben der Carbonplatten am Steven.
    Sperrholzplanken können am Steven nach dem Verkleben verrundet werden...bei Sandwichplatten würde das bedeuten, das Stützmaterial, in meinem Fall die Aramidwaben liegen dann frei....
    die könnte man mit Spachtel füllen und schleifen, ich habe aber die Innenseite, ähnlich wie bei einer Schäftung geschliffen und somit laufen die Platten am Steven auf Null aus und die Außenseite, also ds Carbonaußenlaminat schließt bündig am Steven ab (Bild 1).

    Da nun am Steven die Kielplanken senkrecht auf die Seitenplanken stoßen, hab ich den Steven entsprechend ausgeschliffen, daß die Planken bündig übereinander stehen (Bild 2) bis sie dann in den typischen "Kimmknick" übergehen.
    Ich habe mich für diese Variante entschieden, weil ich kein freigeschlihhenes Hirnholz haben wollte.
    Das ist sicher aufwendiger, aber mir schien es besser.

    Mittlerweile habe ich bei dem ersten Rumpf nun beide Seitenplanken und die erste Lage der Kielplanken verklebt.
    Wie gesagt, laut Plan wären es 2 x 6mm Sperrholz für die Kielplanken, da ich aber durch meine 10mm Seitenplanken keinen Überstand von 2mm haben wollte, habe ich die erste Lage mit 4mm Sperrholz ausgeführt. Die zweite Lage wird 6mm Sperrholz sein - und diese wird mit einer Zwischenlage 220er Glasgelege verklebt. Das Außenlaminat gibt dem Ganzen dann die entsprechende Stabilität.

    Abschließend noch ein Bild über Länge von 6,82 Meter...sieht schon imposant aus
    ...naja -gut...sieht jetzt erstmal aus, wie ein Faltboot aus Sperrholz

    Ab morgen geht es dann "live" weiter - bis dahin, einen schönen Abend
    Angehängte Grafiken
    Geändert von shakalboot (24.09.2017 um 22:41 Uhr)
    beste Grüße Jens

  10. #10
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    Hallo Jens, bin sehr gespannt auf das fertige Boot. Schön, dass du jetzt auch hier berichtest. Ich bin gerade etwas träge, was Reaktionen angeht, weil ich seit Wochen Probleme mit den Augen habe, Wenn das wieder in Ordnung ist hörst du gewiss öfter von mir. Viel Erfolg beim Bootsbau.
    Liebe Grüße, Roland

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