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Thema: Helwig triton Spiegel und teils Boden nass- Versuch der Restauration

  1. #1
    Leichtmatrose Xox befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Standard Helwig triton Spiegel und teils Boden nass- Versuch der Restauration

    Hallo Gemeinde,

    Ich Stefan samt Frau und Hund Lennox haben uns vor 2 Monaten eine Helwig Triton gekauft.
    Leider musste ich feststellen das nach den kurzen Ausfahrten mehrer Liter Wasser aus dem lenzstopfen kamen.
    Dem auf den Grund gegangen stelle sich durch unsachgemäße Installation, bzw Abdichtung der neuen Löcher eines anderen Motors, als auch abdichtversuche diverser Löcher mit Acryl? Heraus das Spiegel sowie die hinteren 40 - 50 cm Boden nass/feucht ist.

    Da ich ein wenig verunsichert bin wie ich jetzt weiter machen soll, nach gefühlten 150 Themen und 2500 Meinungen, durch lesen, möchte ich gerne dieses Thema für mich eröffnen.

    Stand der Dinge, ich war nicht untätig:

    Das obere, hintere Teil ist ab...Alter Spiegel raus....Boden teilweise raus...Hier mal Bilder.

    LG und danke
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  2. #2
    Leichtmatrose Xox befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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  3. #3
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    Hallo Stefan,

    bei dem kleinen Boot hätte ich an Deiner Stelle besser die ganze Oberschale abgenommen. Das wäre wahrscheinlich etwas einfacher gewesen. Aber nun ist es einfach so.

    Du willst jetzt wissen, wie es weitergeht.

    Dann machen wir einmal weiter. Du musst zunächst die Kleberrückstände von der Stelle entfernen, wo der Holzspiegel aufgesetzt war. Per PN hattest Du mir schon den Spiegelaufbau in der ursprünglichen Form genannt, auch dass Du einen 60 PS-Motor einsetzen willst.

    Jetzt können wir den Spiegel natürlich wieder so einbauen, wie er ursprünglich eingebaut war. Auf der anderen Seite können wir auch Dein Boot verbessern, was den Spiegelaufbau anbelangt. Ich hätte den Spiegel so nicht gebaut, wenn ich das Boot gebaut hätte.

    Im vorliegenden Fall ist die Oberschale mit Teil der tragenden Konstruktion. Das kann man besser machen und erreicht damit eine wesentlich höhere Aussteifung des Hecks. Wie Du in meinen anderen Berichten wahrscheinlich schon gelesen hast, ziehe ich es vor, den Holzspiegel über die gesamte Breite des Hecks einzubauen. Zwischen den einzelnen Holzplatten wird auch Laminat aufgetragen und der Spiegel auch innen überlaminiert, wobei das Laminat in die Seitenwände greift.

    Das führt zu einem außerordentlich steifen Spiegel, der die Heckwand nicht auf Biegung belastet und die beim Fahren auftretenden Zugkräfte bei Vorausfahrt in die Seitenwände einleitet, die dann auf Zug belastet werden.

    Ich will Dir diese Möglichkeit nur aufweisen. Du entscheidest dann, ob Du den Spiegel in ursprünglicher Bauweise wieder aufbauen willst oder in der von mir genannten. Ich würde den Spiegel zudem etwas dicker ausführen. Da würden wir dann am Oberteilausschnitt im Bereich der Wannenauflage den Teil zum Spiegel hin abtrennen und die Wanne auch dort wieder anlaminieren. Das ist alles kein Problem.

    Du fragtest mich auch, ob hier Epoxi oder Polyester zum Einsatz kommen soll.

    Dazu möchte ich Dir folgendes sagen: Epoxi auf Polyester geht. Polyester auf Epoxi nicht. Oder besser gesagt, einmal Epoxi an einer Reparaturstelle und es kann nur mit Epoxi dort weitergearbeitet werden.

    Die Sportboote sind eigentlich alle Polyesterboote. Epoxi kommt nur beim Bau von Holzbooten in Frage. Es macht also überhaupt keinen Sinn, bei der bevorstehenden Reparatur Epoxi einzusetzen.

    Und jetzt sage mir bitte, wie Du Deinen neuen Spiegel haben willst und dann machen wir das zusammen. Du vor Ort und ich vom PC mit Reparaturvorgaben.

    Gruß Walter

  4. #4
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    Moin Walter,

    Wenn ich jetzt schon dabei bin möchte ich es nach deinem Vorschlag in Angriff nehmen.

    Dh. Ich muss noch den Rest laminat und die roving matten bis zu den äußeren Ecken runter bekommen? Womit am besten?

    Wieviel v11 soll ich bestellen? Wieviel klebeharz?
    Allgemein wieviel wovon...

    Um das holz muss ich mich auch kümmern.

    Das holz am Boden ist unter den gfk stringern gelegt, wie sollte ich das darunter bekommen?

    LG Stefan

  5. #5
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    Hallo Stefan,

    das kann man mit einem Bandschleifer oder einem Exzenterschleifer machen.

    Eine Dose V11 mir 400 gr. Flüllmenge sollte reichen. An Klebeharz reicht auch eine Dose bei der Bootsgröße.

    https://www.fiberglas-discount.de/po...resinglue-1791

    https://www.segelservice.com/Vossche...-V11-400g.html

    An Holz brauchst Du Bootssperrholz mit der Verklebung AW 100 oder Multiplex mit der Verkebung AW 100. Ich würde -3- Lagen in 12 mm Holz nehmen, die bis zu den Seitenwänden reichen. Zwischen die einzelnen Holzlagen kommen dann je -2- Matten einer 450er Matte.

    Zu den "GFK-Stringern": Die würde ich -4- cm zurück schneiden, damit die neue Spiegelplatte bis zum Boden reicht. Der freibleibende Teil wird anschließend wieder mit Polyester geschlossen.

    Gruß Walter

  6. #6
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    Morgen,

    V11 und klebeharz habe ich bestellt.
    Kannst du mir noch sagen wieviel matte und Polyharz ich bestellen soll?

    Ich mache nun zuerst den Spiegel und anschließend kommt der Boden, richtig?

    Den Spiegel werde ich wohl aus Sperrholz aw 100 machen...Buche?


    Ich möchte die schleifarbeiten mit meinem Exenterschleifer machen, kann ich mit einer 40er Körnung ran gehen und mit 60er abschließen?

    Gruss und danke Stefan

  7. #7
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    Zitat Zitat von Xox Beitrag anzeigen
    Morgen,

    V11 und klebeharz habe ich bestellt.
    Kannst du mir noch sagen wieviel matte und Polyharz ich bestellen soll?

    Ich mache nun zuerst den Spiegel und anschließend kommt der Boden, richtig?

    Den Spiegel werde ich wohl aus Sperrholz aw 100 machen...Buche?


    Ich möchte die schleifarbeiten mit meinem Exenterschleifer machen, kann ich mit einer 40er Körnung ran gehen und mit 60er abschließen?

    Gruss und danke Stefan

    Hallo Stefan,

    ich habe leider nicht alle Maße von allen Booten im Kopf und will mir die auch nicht unbedingt aus dem Internet heraus suchen. Du hast das Boot vor Ort. Messe bitte den Spiegel auf und nenne mir das Maß. Dann kann ich Dir sagen, was Du an Matten, Rovings und Harz brauchst. Die Werkzeuge werde ich Dir dann auch benennen.

    Zuerst wird der Spiegel gemacht und dann der Boden.

    Buche könntest Du nehme. Die wird häufig bei Multiplex verarbeitet. Die Verleimung muss AW 100 sein, was sie im Regelfall bei Multiplex auch ist.

    Exzenter ist gut 40er und 60er Körnung auch.

    Gruß Walter

  8. #8
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    Hallo

    Hier mal Bilder und Zeichnung mit den Maßen.
    Ansicht von innen.

    Gruss mit Dank, stefan
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  9. #9
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    Hallo Stefan,

    ich will Dir gleich Deinen Materialbedarf durchgeben.

    Besonderer Hinweis: Bei Bedarf könnten wir Dein Boot auf 20 Zoll Langschaft umbauen ohne großen Aufwand, weil die Motorisierung bei Kurzschaft, wie Dein Boot jetzt ausgelegt ist, auf 65 PS begrenzt ist. Ich habe die Triton schon mit 125 PS gefahren. Das hält die aus.

    Sage mir was dazu. Dann bekommst Du Deine Materialliste. Es kommt beim Umbau auf Langschaft zu keinem Mehraufwand in finanzieller Art und die Arbeit ist die Gleiche.

    Gruß Walter

  10. #10
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    Hallo Stefan,

    dann möchte ich Dir schon einmal etwas Grundsätzliches über Deinen Materialbedarf sagen.

    Die Matten und das Rovinggewebe sind auf einer Rolle mit einer Standardbreite von 1,25 m. Du hast eine maximale Höhe hinten im Heck von 570 mm. Dein Heck hat eine Breite von 1,40 m. Wenn wir jetzt nach dem Schleifen des Hecks innen -3- Sicherheitsauflagen einbringen in Form von

    450 gr./m² Matte
    400 gr./m² Roving
    450 gr./m² Matte

    solltest Du das Material noch etwa 30 cm beidseitig in die Seitenwände einarbeiten. Daraus ergibt sich dann ein Längenmaß von 2,00 m.

    Die Matte und die Roving werden der Länge nach in halber Breite geschnitten. Bei 1,25 m Matten- bzw. Rovingbreite ergibt die halbe Breite 0,625 m. Die Höhe, die Du am Heck bearbeiten musst, beträgt 0,57 m. Die Maße decken wir also gut mit der halben Breite des Standardmaßes ab. Das Stück, welches unten zu viel ist, arbeiten wir in den Bootsboden ein.

    Die beiden Matten und die eine Roving solltest Du ohne Überlappungen einbringen. Du bringst also Stücke ein in einem Maß von 2000 mm x 625 mm und das, so wie ich es geschrieben habe, zuerst eine Matte, dann folgt eine Roving und dann wieder eine Matte.

    Daraus ergeben sich -2- lfd. m Matte und -2- lfd. m Roving, wobei Du bei der Roving nur zunächst die Hälfte verarbeitest, weil es ja nur eine Lage ist im Maß von 2000 mm x 625 mm. Den Rest brauchen wir noch später für das Innenlaminat.

    Bis hier hin haben wir es mir 5 m² zu tun (Matte inkl. Roving). Den m²-Preis kannst Du mit 2 € ansetzen = 10 €.

    An Glasgewicht haben wir 2,25 Kg. Dazu brauchen wir etwa 4 L Harz. ( 4 x 5 € = 20 € ).

    Jetzt wäre das Heck für den Einbau der Spiegelplatte vorbereitet. Nun nimmst Du Dir mit einer Pappschablone das Maß für den Holzspiegel auf, der beidseitig bis zu den Seitenwänden reichen soll. Der Holzspiegel wird eine obere Breite haben von 1400 mm und eine Höhe von 510 mm.

    Ich würde -3- Lagen Multiplex nehmen in 12 mm Stärke in AW 100-Verleimung. Das sind dann -3- Holzstücke á 1400 mm x 510 mm (0,714 m x 3 = 2,142 m²). Bei einem m²-Preis von etwa 18 € kostet das Holz etwa 38,56 €.

    Den Holzspiegel solltest Du außerhalb des Bootes auf einer planen Unterlage herstellen. Auf der planen Unterlage legst Du Dir ein PVC-Folie auf den Boden und der Länge nach -2- gerade Kanthölzer in der Länge von je 1,40 m. Die Preise für Kanthölzer habe ich jetzt nicht im Kopf. Das ist gewissermaßen Pfennigskram.

    Dann legst Du die erste Platte auf die Kanthölzer und rollst die Holzplatte mit der Laminierrolle mit Harz ab bis die Oberfläche benetzt ist. Das Holz wird dabei gleichmäßig dunkler. Dann legst Du flächendeckend eine 450er Matte auf, tränkst die vollständig mit der Harzrolle, entlüftest sie mit der Entlüftungsrolle, legst gleich die nächste 450er Matte auf, tränkst diese fertig und entlüftest sie auch wieder.

    Die nächste Holzplatte wird dann einseitig mit Harz abgerollt und auf die andere Platte gelegt, auf der sich schon die -2- Matten befinden.

    Jetzt rollst Du die Oberseite wieder mit Harz ab und legst eine 450er Matte auf. Die tränkst Du auch noch vollständig durch Abrollen mit Harz und entlüftest sie. Dann kommt die 2. Matte. Tränken und entlüften. Damit die Hölzer beim Weiterlaminieren nicht verrutschen können, schlägst Du im Randbereich je einen kleinen Stiftnagel ein. Ich sage Dir anschließend, warum.

    Jetzt rollst Du die 3. Holzplatte einseitig mit Harz ab und legst sie auf die 2. Platte, auf der sich auch wieder -2- Lagen einer 450er Matte befinden.

    Jetzt schlägst Du an allen Ecken wieder einen kleinen Stiftnagel ein, damit nichts verrutschen kann. Jetzt legst Du -2- weitere gerade Kanthölzer der Länge nach auf und setzt Schraubzwingen an. Die Schraubzwingen müssen auf beiden Seiten auf den Kanthölzern sitzen. Das gewährleistet, dass Dein Spiegel gerade bzw. plan wird.

    Am nächsten Tag kannst Du die Schraubzwingen wieder abnehmen. Das Herstellen des Spiegels hört sich für den Laien zeitaufwändig an, ist es aber nicht. Wenn alle Teile bereit liegen, ist der Holzspiegel in 15 Min. gebaut.

    Ein Wort zu den kleinen dünnen Stiftnägeln: Wenn Du die nicht einschlagen würdest, würdest Du feststellen beim Ansetzen (Festdrehen) der Schraubzwingen, dass sich die Holzplatten mit dem Laminat dazwischen verschieben. Noch schlimmer wird das mit einem noch dickeren Holzspiegel mit weiteren Holz und Mattenlagen. Die Stiftnägel verhindern das. Diese kleinen Stiftnägel können auch im Spiegel bleiben. Da rostet nichts, weil der Holzspiegel von beiden Seiten mit Laminat überzogen sein wird.

    Dann mal zum Materialbedarf für das Laminat zu den Holzplatten. Ich gehe jetzt der Einfachheit halber wieder von Maximalgrößen aus. Die wären 1400 mm x 510 mm. Da wir auch hier wieder die Höhen von 510 mm aus einer halben Rollenbreite schneiden können, brauchen wir bei 1,40 m Heckbreite 2,8 lfd. m. Von der Fläche her sind das 1,43 m², die Schrägen nicht abgezogen. Bei einem Glasgewicht von 0,64 Kg brauchen wir noch einmal 1,3 kg Harz.

    Das sind dann noch einmal 2,86 € für das Glas und etwa 6,50 € für das Harz.

    Wenn der Holzspiegel jetzt eingebaut wird, muss er zuerst eingeschliffen werden. Das macht man am Besten mit einem Bandschleifer mit 40er oder 60er Könung. Die Ecken des einzubauenden Holzspiegels müssen mit dem Bandschleifer "gebrochen" werden, sonst liegt die Holzspiegelplatte nicht plan auf dem Laminat auf.

    Die Ecken im Boot sind nämlich nicht rechteckig, sondern abgerundet. Der Holzspiegel muss, wie schon erwähnt, plan auf dem Laminat aufliegen.

    Wenn der Holzspiegel dann eingebaut wird, tragen wir mit einem Zahnspachtel mit einer 5 mm Zahnung den bereits erwähnten Klebespachtel auf. Die Holzplatte wird dann auf das Laminat aufgesetzt und muss mit Schraubzwingen oder 6 mm Gewindestangen bei dieser Größe gegen das äußere Laminat gespannt werden.

    Von außen sollte man eine Schaltafel und -2- Kanthölzer aufsetzen beim Einspannen. Von innen braucht man keine Kanthölzer, weil die neue Spiegelplatte die nötige Eigensteifigkeit hat. Wenn man Gewindestangen einsetzt, sollte man die vorher mit Trennwachs einreiben. Dann gehen sie beim Entfernen leichter wieder raus. Die kleinen Löcher im Laminat können wir anschließend wieder problemlos schließen.

    Wenn die Spieglplatte dann eingebaut ist, werden die Übergänge zu den Seitenwänden mit Glasfaserspachtel oder Klebeharz geschlossen. Sind die Spalte etwas zu groß geraten, kann man Holzstücke in die Spachtelmasse drücken. Das erspart vom Volumen her Spachtelmasse. Dabei wird eine Hohlkehle ausgeführt für einen weichen Übergang für das Laminat.

    Dann wird der Spiegel von innen noch einmal mit -3- Lagen überzogen und zwar

    450 gr./m² Matte
    400 gr./m² Roving
    450 gr./m² Matte

    Die Stücke sind wieder 2000 mm mal 625 mm, weil sie ebenfalls wieder etwa 30 cm in die Seitenteile eingearbeitet werden.

    Nun auch hier wieder den Materialaufwand:

    2 lfd. m in 1,25 m Breite. Die Mattenbahn wird der Länge nach in halber Breite geschnitten. Vom Glasgewicht her (brutto): 2,5 m² x 0,45 Kg = 1,13 Kg (Kosten: 5,00 €). Dazu Harz 3 L (3L x 5 € = 15 €). Das Rovingstück haben wir noch von der Sicherheitslage vor dem Einbau des neuen Holzspiegels. Das ist auch schon kosten- und harzmäßig erfasst.

    Dann bis hier einmal. Setze diese Arbeit um. Anschließend geht es mit dem Rest weiter. Wenn Du Fragen hast, stelle sie bitte. Und denke immer daran: Es gibt keine dummen Fragen. Es gibt nur dumme Antworten. Also scheu Dich nicht nachzufragen, wenn Dir etwas unklar ist. Und denke auch einmal darüber nach, ob Du aus Deinem Boot eine Langschaftversion machen willst. Das wäre jetzt noch sehr einfach.

    Gruß Walter
    Geändert von Water (07.08.2017 um 16:03 Uhr)

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