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Thema: Saver 580 open hat einen nassen Spiegel

  1. #1
    Vollmatrose deep-v befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Standard Saver 580 open hat einen nassen Spiegel

    Moin. Ich habe seid August letzten Jahres eine Saver 580 open. Weil mir die Geschwindigkeit von 63 nicht reichte, habe ich den Motor ein Loch höher gesetzt und dabei mal die Bolzenlöcher kontrolliert. Und Arrrghh meine Befürchtung wurde Wahrheit. Der Spiegel ist nass. Noch kein Torf aber klitsche nass. Nun habe ich den 130er Honda verkauft (weil nur 120 dran dürfen) Und wollte den Spiegel trocken legen. Ichhabe das schon mal bei meiner Shetland gemacht aber hier wollte ich nicht das ganze Oberdeck wie bei der Shetland lackieren. Also überlege und lese wie ich das mit am wenigsten Aufwand erledigen kann. Die Teile trennen ist schwierig, weil ich keine Halle dafür habe. Nun wollte ich einen Teil vom Heck wegflexen. Also die Oberschale quer durch die Motorwanne bis nach aussen zur Scheuerleiste. Dann die ober und unterteile in der Naht von der Scheuerleiste trennen.

    Bin aber nicht sicher ob das Sinn macht. Antworten erbeten.

    Ich habe mal meinen geplanten Schnitt auf einem Kreppband angezeichnet. Die Spitze in der Motorwanne hat den Grund das ich querdurch nachher von unten nicht Laminieren kann. Da komme ich nicht bei. Ausserdem soll die Revisionsöffnung weg, da habe ich massiven Wassereinbruch beim Slippen und immer Wasser in der Bilge.





    Liebe Grüsse Jochen

  2. #2
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    Hallo Jochen,

    Du kannst einen Teil des Oberdecks - wie von Dir eingezeichnet - abtrennen, um den erforderlichen Arbeitsfreiraum zu haben. Das ist kein Problem. Im Bereich der Revisionsluke brauchst Du nicht diesen "Umweg" zu machen. Du kannst gerade durchschneiden, auch wenn Du die Revisionsluke anschließend schließen willst. Das kann man nachträglich machen, wenn alle Arbeiten soweit abgeschlossen sind. Ich sage Dir noch wie.

    Nach Ersatz des Holzspiegels wirst Du die Oberschalenteile nicht von unten überlaminieren bzw. wieder miteinander verbinden. Über Kopf kann man schlecht laminieren. Da ist die Schwerkraft im Wege.

    Beim Wiedereinbau des ausgeschnittenen Teils der Oberschale werden die aneinanderstoßenen Teile im Randbereich geschäftet. Ich empfehle immer eine Schäftung im Verhältnis 20 zu 1. 10 zu 1 geht aber auch noch. Angenommen, das Laminat hat eine Stärke von 5 mm, dann wird die Schäftung im Randbereich 50 mm lang und auf der anderen Seite auch.

    Damit das Ganze dann wieder höhengleich zusammengesetzt werden kann, werden von unten mit Sekundenkleber und Schraubzwingen dünne Holzleisten angebracht. Wenn die Holzleiste z.B. 5 cm lang ist, sitzt sie zu 2,5 cm unter dem Hauptteil und hat eine weitere Auflage für das anzusetzende Teil von ebenfalls 2,5 cm. Die Holzteile können auch etwas kürzer oder länger sein. Das ist egal.

    Wenn die Holzteile auf der einen Seite im geschäfteten Bereich fest sind, legst Du das wiedereinzusetzende Teil, welches ebenfalls im Randbereich geschäftet ist auf die Holzstreifen auf, wobei Du vorher auch Sekundenkleber auf den Holzteilen aufgetragen hast. Selbstverständlich musst Du vorher noch im Randbereich, dort wo die Oberschale auf der Unterschale sitzt, Klebeharz auftragen.

    Im Ansatzbereich der beiden Schalenteile hast Du dann eine konisch geschäftete Fläche, die bei einem Schäftungsverhältnis von 10 zu 1 eine zu bearbeitetende Reparaturstelle von 10 cm Breite ergibt. Diesen Bereich füllst Du mit immer breiter werdenden Mattenstreifen bis die Vertiefung fast höhengleich ausgefüllt ist. Zum Schluss schleifst Du in diesem Bereich etwas an und bringst entweder Topcoat in gleicher Farbe oder Gelcoat auf. Topcoat ist mit Paraffin versetzt und trocknet ohne Luftabschluss. Gelcoat muss dagegen mit einer am Besten transparenten einseitig klebenden Folie luftdicht abgedeckt werden für den Trocknungsprozess.

    Nach dem Trocknungsprozess (einen Tag später) wird mit 1200er und 2000er Körnung höhengleich geschliffen und mit Polierpaste die Übergänge auspoliert.

    Zum Erneuern des Spiegels kann ich Dir natürlich auch etwas sagen, sofern gewünscht.

    Gruß Walter

  3. #3
    Vollmatrose deep-v befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Walter, erstmal danke das Du immer so unermütlich die quälenden Fragen der User äusserst ausführlichst beantwortest. Und JA gerne würde ich mich über Hilfestellungen auch bezüglich des Spiegels freuen.

    Nun zu deiner Antwort. Ok ich kann quer durch die Motorwanne schneiden. Und wenn ich wenigstens eine Schäftungsbreite von 10:1 benötige muss ich weiter zum Spiegel schneiden sonst wird es oben links und rechts neben der Motorwanne eng mit 5cm Schäftung. Schäftung habe ich schon öfter gelesen, habe heute aber mal gegooelt was das genau ist. Das weiss ich nun auch. Klebeharz hattest du noch zum Kleben der Ober und Unterschale genannt. Ist das spezieller Harz? jetzt ist das eine weisse Masse die knüppel hart ist und ich die mit dem Multimaster trennen will. Die Verbindung zwischen Ober und Unterschale ist im Heckbereich auch über laminiert. Muss das so wieder hergestellt werden? Da komme ich aber bei.

    Zum Topcoat/Gelcoat, wie kann ich den gleichen Farbton bestimmen? Ich habe nur die Möglichkeit bei den beiden Importeuren von Saver Booten anzurufen um die Farbnummer zu bekommen. Mein Plan war es eigentlich mit dem Boot zu einem Bekannten Autolackierer Chef zufahren und mir 2K Autolack im gleichen Farbton zu mischen. Wäre das eine Option? Ich hätte dann die ganze Motorwanne bis oben an den Rundungen lackiert. Links und rechts neben der Motorwanne habe ich so eine X Strucktur in dem GFK Das bekomme ich bestimmt nicht hin und wollte die Flächen mit Kork und Biopin Bootsöl belegen. Habe ich schon in meiner anderen Baustelle gelegt und finde das Optisch sehr ansprechend. Natürlich mit SikaFugenmasse verfugt.

    Können die dünnen Holzleisten drunter bleiben, wenn ja werden die noch behandelt?

    Danke Walter für die Hilfe.

    Gruß Jochen

  4. #4
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    Hallo Jochen, zu Deinen Fragen:

    Ich biete Dir die erforderliche Hilfestellung an, indem ich Deine Reparaturmaßnahme hier im Beitrag begleite und Dir als Bootsbaumeister Reparaturvorschläge mache, die Du nach Möglichkeit 1 zu 1 umsetzen solltest.

    Dann schneide etwas näher zum Spiegel hin, um den Schäftungsbereich von 5 cm zu erhalten.

    Das Klebeharz benötigst Du, um das ausgeschnittene Teil des Oberdecks im Randbereich wieder mit der Unterschale zu verbinden. Ich nehme dazu ein spezielles Klebeharz, welches mit Glasfasern versetzt und zudem thixotrop (läuft nicht weg) eingestellt ist. Hier mal ein Link dazu:

    https://www.fiberglas-discount.de/po...resinglue-1791

    Nachdem der Holzspiegel dann auch gewechselt ist, werden beide Schalenteile (Ober-
    und Unterschale) dann mit einigen Schraubzwingen am Scheuerleistenrand festgesetzt. An den Ausbohrungen am Rand kannst Du wieder Nieten einsetzen. Von innen wird dann der Übergang von Unter- und Oberschale mit Klebeharz oder Glasfaserspachtel höhengleich gespachtelt und -2- 450er Mattenstreifen auflaminiert. Ich erkläre Dir dann, wenn es soweit ist, wie Du Deine Scheuerleiste wieder fest bekommst. Die ist nämlich mindestens 10 % kürzer als das umlaufende Maß.

    Wenn mich die Farben auf meinem Bildschirm nicht täuschen, ist Deine Bootsfarbe RAL 9010 (reinweiß). Wenn Deine Gelcoat noch nicht vergilbt ist, muss bei dem RAL-Ton nichts gemischt werden. Dein Lackierer hat zudem verschiedene Farbfächer mit allen Farbtönen. Der kann Dir binnen einer Minute sagen, welchen Farbton Dein Boot hat. 2K-Lack kannst Du an den Ausbesserungsstellen einsetzen. Der Lack wird zum Schluss mit Körnung 2000 bearbeitet und mit Polierpaste auspoliert. Wenn die Farbe stimmt, sieht man keinen Übergang und auch keine Reparaturstelle mehr.

    Die dünnen Holzleisten kannst Du, wenn die Laminierarbeiten getrocknet sind, entweder drinnen lassen oder einfach wegschlagen. Die sind nur Mittel zum Zweck und werden nach der Reparatur nicht mehr gebraucht.

    Dann schneide mal Deinen Heckbereich auf und stelle einige aussagekräftige Bilder ein.

    Gruß Walter

  5. #5
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    Moin Walter, morgen werde ich die Lady mal nackig machen. Werde morgen mal Bilder vom geflexten Heck einstellen. Und Walter, danke für die Klasse Erklärungen. Ich freue mich darauf wenn du mich weiter Unterstützt.

  6. #6
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    Moin Walter, wenn nun Das kleine Stück von der Motorwanne an den Spiegel geklebt wurde, wie bekomme ich das denn gelöst? Also von Innen zwischen innenseite Motorwanne und Vorderseite Spiegel?

    Hängt da noch gut fest. Seitlich muss ich da noch das Gelege weg machen, aber dazwischen?

    Geändert von deep-v (29.07.2017 um 15:02 Uhr)

  7. #7
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    Hallo Jochen,

    wenn es am Spiegel nicht zu lösen ist, musst Du es unten und seitlich am Rand abschneiden. Das geht nicht anders.

    Gruß Walter

  8. #8
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    Hallo Walter, du meinst da an den Strichen entlang?





    Was passiert dann mit dem verbleibenden Rest? Dann muss ja einiges neu aufgebaut werden, oder?

  9. #9
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    Hallo Jochen,

    genau das meine ich. Das kriegen wir anschließend wieder hin mit ein paar Matten, Topcoat oder Lack. Auch stellt es die beste Anbindung an den Spiegel dar.

    Gruß Walter

  10. #10
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    So Walter, die Sizilianische Lady ist am Heck nackig. Ich setze mal Bilder rein. Was auffällt ist das der gesamte Spiegel nass ist. Mors ist der noch nicht. Aber das Sperrholz was da drin ist hält wie bekloppt. So wie es aussieht ist das Kiefer AW 100 oder besser man was das trotz Feuchtigkeit hält. Also Okume in AW 100 muss das nicht unbedingt sein. Zusammen war es rund 40mm dick. Ich denke 2x18mm mit einer Schicht Laminat in der Mitte. Das Laminat allerdings faserte schon langsam auseinander. Erst dachte ich ok so schlimm ist es noch nicht, aber als ich ganz unten das Laminat aufgeschnitten habe, lief bisserl Wasser in die Bilge. Auf den Bildern zu sehen. Und zum Thema keine Lufteinschlüsse im Laminat. Manche Hersteller interessiert das anscheint nicht.

    Und Wasser lief anscheint durch alle Löcher rein. Im unteren Teil des Hecks hatte ich eine Anode (keine Ahnung warum) die wurde von aussen mit 8mm gebohrt und mit einem ca 20mm am Anfang konisch Gebohrt. Da war auch reichlich Dichtstoff drin. Aber eben von innen war nur bisserl Dichtstof an der Unterlegscheibe. Darum war auf der Seite der Mutter und auf der Innenseite auch das Sperrholz ganz schwarz. Ka warum man das da dann nicht richtig konisch bohrt. Gepaart mit dem Wassereinbruch der Revisionsluke stand an der Mutter von innen immer Wasser an der Mutter.




















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