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Thema: Spiegel Restauration an Hellwig Elektra

  1. #21
    Konteradmiral Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Avatar von Water
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    Zitat Zitat von DerGerst Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,
    Bei der jetzigen Spiegelplatte habe ich mich an dem alten Spiegel orientiert. Was ich halt anders gemacht habe wie im original: -Die Stärke, ich bin dicker geworden.
    -Die Breite, ich habe den Spiegel etwas breiter konstroiert wie der alte war.
    -Die Höhe, der Spiegel geht jetzt ca. 3cm tiefer in die Bilge rein.

    Thema Langschaft
    Das hat sich erledigt. Ich habe mich entschieden das Boot wieder (weitestgehend) in Originalzustand zu bringen.
    Sollte ich den 55er Yamaha nicht wieder hin bekommen muss ich mich nach etwas anderem umsehen. Und für den Rhein reichen 65PS als max. Motorisierung vollkommen aus.
    Gruß Ruven
    Hallo Ruven,

    wenn Du keinen Langschaft brauchst, ist das o.k. Du solltest jetzt aber keinen vermeidbaren Baufehler begehen, der die Sicherheit Deines Bootes beeinträchtigt.

    Dazu möchte ich Dir folgende Erklärungen geben, die auch für andere Selbstbauer interessant sind:

    Du hast vielleicht bemerkt, wie instabil Dein Hecklaminat ohne Holzspiegel ist. Wenn Du jetzt Deinen neuen Holzspiegel einbaust und hast die Oberschale noch nicht verklebt und vernietet, ist das Hecklaminat immer noch instabil. Dabei spielt es eine untergeordnete Rolle, wie breit Dein Spiegel ist, wenn er nicht bis zu den Seitenwänden reicht.

    Links und rechts vom Holzspiegel wird das Laminat auf Knick und Zug belastet. Die Aussteifung Deiner Variante erfolgt nur durch das aufgesetzte Oberteil, wobei die Klebeverbindung zwischen Unter- und Oberschale und die Anbindung an die Motorwanne aussteift. Insgesamt gesehen ist das eine relativ kleine Kontaktfläche, die die gesamte Heckwand halten muss.

    Das war es auch schon. Im Laufe des Fahrens bekommst Du über die Jahre bei Wellengang millionenfach wechselnde Zugbelastungen auf den Spiegel durch Motorschub und Motorgewicht.

    Ich möchte Dir einmal eine Situation schildern, die ich auf dem Mittelmeer vor ungefähr 35 Jahren erlebt habe. Ich befand mich kilometerweit von der Küste entfernt, weil ich eine kleine Insel angefahren hatte. Ich wollte jetzt zurück fahren.

    Beim Losfahren stellte ich komische Erschütterungen am Boot fest, die eigentlich nichts mit dem Wellengang zu tun haben. Plötzlich bemerkte ich, dass sich im gesamten Heckbereich die Oberschale von der Unterschale gelöst hatte und der Motor nur noch wie ein Lämmerschwanz am Heck hing. Ich musste bei Wellengang mehrere Kilometer über das offene Meer mit Leerlaufdrehzahl fahren. Die Heckwand drohte rauszubrechen.

    Zum Boot: Es war ein Marathon 525 mit einem 200 PS Außenborder. Boot und Motor waren neu, oder besser gesagt 14 Tage alt. Abgesehen davon, dass etwas Schlimmes hätte passieren können, war ich froh, dass dieser Zustand an meinem letzten Urlaubstag eintrat. Das Boot war übrigens vom Hersteller für diese Motorisierung freigegeben. Es handelte sich um den gleichen Hersteller, unter dessen Regie Dein Boot auch gebaut wurde. Das aber nur am Rande erwähnt.

    Was war die Ursache?

    Der Spiegel war nicht durchgehend bis zu den Seitenwänden verbaut. Es waren auch nicht hilfsweise abstützende Spiegelknie eingebaut.

    Daraus habe ich gelernt.

    Ich möchte vermeiden, dass unseren Selbstbauern/Umbauern ähnliches passiert.

    Wie Du bereits festgestellt haben dürftest, bin ich sehr an der Sicherheit interessiert. Ich möchte verhindern, dass unsere Selbstbauer/Umbauer Baufehler begehen, die dem gebotenen Sicherheitsaspekt nicht gerecht werden.

    Wenn Du den Spiegel nicht bis zu den Seitenwänden führst, musst Du hilfsweise Spiegelknie einbauen, die einen Teil der Last abfangen. Zu dem Zweck müsstest Du dann aber noch den Bootsboden verstärken, der sonst überbelastet werden könnte.

    Mein Hinweis:

    Wenn ich Deine Reparatur bis zum Ende begleiten soll, musst Du meine Vorgaben umsetzen. Ich bin Bootsbaumeister und weiß, wovon ich rede. Wenn Du ein eigenes Konzept verfolgen oder das 50 Jahre alte Konzept Deines Bootes wieder umsetzen willst, welches technisch überholt ist, muss ich mich aus Deinem Beitrag ausklinken. Ich möchte mir nicht vorwerfen lassen, dass ich wider besseres Wissen gehandelt habe, wenn ich Deine nicht sachgerechte Umbaumaßnahme billigen würde.

    In diesem Zusammenhang möchte ich aber noch einmal darauf hinweisen, dass ich nicht für Umbauten verantwortlich bin. Ich führe die Arbeiten nicht selbstständig durch.

    Ich gebe nur Tipps. Im Streitfall kann man überprüfen, ob meine Tipps richtig oder falsch waren.

    Gruß Walter
    Geändert von Water (18.08.2017 um 01:48 Uhr)

  2. #22
    Schiffsjunge DerGerst befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Halo Walter,
    Erst einmal danke dafür das du dich hier im Forum überhaupt so angagierst.
    Das Marathon kenne ich, das hat ein bekannter von mir.
    Wie schon erwähnt, ich habe mich mit meiner Bauweise grob an das Original gehalten, weil ich dachte wenn es von Hellwig so gemacht wurde wird das schon seine Richtigkeit haben.

    An die Spiegelknie habe ich auch schon gedacht, hab dies schon in anderen Beiträgen gesehen das sie noch zusätzlich eingebaut wurden. Da ich den Boden auch neu machen werde würde sich dies auch anbieten.
    Die verbindung zu den Seitenwänden bekomme ich aber doch mit Klebeharz trotz dem noch hin oder?
    Mein nächster Schritt wird jetzt sein weitere Laminatschichten in die Schale bis in die Seiten einzubringen.
    Bisher dache ich das dies erst als letztes gemacht wird, da hatte ich dich falsch verstanden. Durch deine Skizze ist mir das aber jetzt klar geworden wie es gemacht werden muss.
    Wetterbedingt werde ich aber wahrscheinlich erst nächste Woche weiter machen können.
    Gruß Ruven

  3. #23
    Schiffsjunge DerGerst befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Ich hab deine Skizze mal auf mein Vorhaben abgewandelt. Würde es dann so funktionieren?
    Klar ich brauche in den Ecken jetzt mehr Spachtelmasse, aber vom Prinzip her richtig oder?
    Die 1. + 2. Laminatschicht natürlich bestehend aus mehreren Lagen Matten und Rooving.
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  4. #24
    Obermaat ruppi30 kann auf vieles stolz sein ruppi30 kann auf vieles stolz sein ruppi30 kann auf vieles stolz sein ruppi30 kann auf vieles stolz sein ruppi30 kann auf vieles stolz sein ruppi30 kann auf vieles stolz sein ruppi30 kann auf vieles stolz sein ruppi30 kann auf vieles stolz sein ruppi30 kann auf vieles stolz sein ruppi30 kann auf vieles stolz sein Avatar von ruppi30
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    Mach dir- wenn du kannst lieber formhölzer für die Ecken. Du wirst unendlich Spachtel brauchen- der ist schwer, teuer und bringt längst nicht die Stabilität wie es Holz tut.

    Grüße
    Matthias
    Glastron Carlson CVX16 befeuert mit Suzuki DF140 😬👍

    http://www.AWO425.eu

  5. #25
    Konteradmiral Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Avatar von Water
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    Hallo Ruven,

    genauso wie in Deinem Post 23 solltest Du es machen. Und was Matthias gesagt hat, ist auch zutreffend. Du brauchst die blau eingezeichneten Stellen in den Ecken nicht vollends mit Klebespachtel zu füllen. Grundsätzlich hatte ich ja gesagt, Klebemasse in Verbindung mit Holzstücken, die man reindrückt. Selbstverständlich kannst Du in diesem Bereich auch ein Vollholz mit Klebespachtel einbauen. Du kannst Dir im Baumart ein Kantholz in Fichte/Tanne besorgen, was natürlich trocken sein muss. Das kannst Du mit der Säge und dem Bandschleifer bearbeiten, bis es passt.

    Wenn Du keine Tischkreissäge oder ähnliches hast, kannst Du Dir auch das Kantholz im Baumarkt aufschneiden lassen.

    Vielleicht noch eine Anmerkung: Das Kantholz muss nicht so ausgeführt werden, dass es zu der grünen Linie (Innenlaminat) hin gerundet ist. Das Kantholz muss im Bereich des Übergangs von Hecklaminat und Seitenwänden abgerundet werden, damit es sich in die Rundung einpasst. Nach vorne hin kann es als eine Verlängerung der braunen Linie (Spiegel) verlaufen.

    Damit man dann des Innenlaminat problemlos aufbringen kann, sollte man in den Ecken (Übergang Spiegel zu den Seitenwänden und zum Boden hin) eine Hohlkehle mit Glasfaserspachtel einspachteln für einen weichen Übergang. Ein Radius von einem halben Zentimeter reicht für die Hohlkehle aus.

    Gruß Walter

  6. #26
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    Hier noch mal ein Foto avon einem Stück des original Spiegel, und wo er eingebaut war.
    Deswegen hatte ich mich erst entschieden meinen Spiegel auch so anzupassen.
    Nun mache ich es aber wie oben beschrieben.
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  7. #27
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    Hallo zusammen,
    nachdem der Winter nun Endlich vorbei ist, das Boot trocken eingelagert war und das Wetter jetzt immer besser wird, konnte ich am Wochenende endlich an meinem Spiegel weiter machen und habe die Rückwand nochmals abgespachtelt, Gewebe aufgebracht und geschliffen so das ich den Spiegel einkleben konnte. Zugeschnitten habe ich ihn Ja bereits im letzten Jahr. Ich muss sagen, das ich mir das verarbeiten des Klebeharz schwieriger vorgestellt habe. Aber es hat sich echt gut verarbeiten lassen.

    In der kommenden Woche möchte ich nun die Ecken, wie oben von Water beschrieben, ausarbeiten um das restliche Laminat aufzutragen.

    Auch wenn ich über den Winter hier im Forum abgetaucht war hoffe ich weiter hin auf eure Unterstützung.

    Gruß Ruven
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  8. #28
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    Hallo Ruven

    Zu dem letzten Bild hätte ich noch zwei eine Frage.
    Da sieht man im Verlauf der Spiegeloberkante Richtung Backbord einen Abstand / Spalt zwischen den Platten - geht dieser bis ganz durch? Ich meine, bis zum Boden herunter. Ist dieser nicht vollflächig durchlaminiert?
    Und weshalbs hast Du den Spiegel nicht ganzfächig bis zu den Seitenwänden durchgeführt, sondern negativ mit so viel Abstand zur Seitenwand angeschrägt ?
    Geändert von sunni (13.05.2018 um 10:00 Uhr) Grund: Der zweite Teil der Frage hat sich nach dem Durchlesen vorheriger Beiträge selbst beantwortet.
    Gruß Norbert
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  9. #29
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    Hallo Norbert,
    ich sehe was du meinst. Nein, das ist die Kante von dem Balken den ich zur beeseren Druckverteilung benutzt habe. der Spiegel ist komplett durch laminiert.
    Und weshalbs hast Du den Spiegel nicht ganzfächig bis zu den Seitenwänden durchgeführt, sondern negativ mit so viel Abstand zur Seitenwand angeschrägt ?
    Hierrüber hat sich Walter auch gewundert. Ich hatte es damals so gemacht weil der alte Spiegel genau so geschnitten, allerdings etwas dünner, war. Daher wollte Ich die selbe Form wieder herstellen.
    Damals wusste ich es nicht besser. Aber Ich habe von Walter auch eine Lösung bekommen um den Spiegel weiter zu stabilisieren. Dies werde ich wie in Beitrag #23 machen...

  10. #30
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    Zitat Zitat von DerGerst Beitrag anzeigen
    Hallo Norbert,
    ich sehe was du meinst. Nein, das ist die Kante von dem Balken den ich zur beeseren Druckverteilung benutzt habe. der Spiegel ist komplett durch laminiert.
    Hallo Ruven

    Auf dem Bild auf das ich mich bezog, war das von der Perspektive her nicht klar zu erkennen. Ich habe zwischenzeitlich den ganzen Thread gelesen und in Beitrag #15 gesehen, dass der Spiegel selbst völlig i.O. ist.
    Nix für ungut.
    Gruß Norbert
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