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Thema: Leerlaufprobleme Suzuki DT 65

  1. #1
    Schiffsjunge Maschinenflüsterer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Standard Leerlaufprobleme Suzuki DT 65

    Moin liebe Leute,

    Ich habe hier ein Problem mit meinem Suzuki DT 65.
    Zündung an, Choke gedrückt, anlassen, choke loslassen, Motor läuft mit erhöhter Drehzahl.
    Nach etwa 10 Sekunden geht die Drehzahl in den normalen Bereich.
    Jetzt fängt er an zu Ruckeln und macht kleine Fehlzündungen bis er dann schließlich ausgeht.
    Wenn ich die Drehzal erhöhe, ob mit oder ohne Gang drinnen, Läuft er sehr schön und nimmt auch gut Gas an.
    Ich habe mal eine Stroboskoplampe drangehalten und bei jedem Zylinder gemessen, Bei allen drei Zylindern ein regelmäßiges Blitzen.
    Ich habe die Kerzen einmal nach einer längeren Fahrt rausgedreht um mir das Kerzenbild anzusehen, sind aber alle Rehbraun gewesen.
    Dann habe ich eine Messuhr in den oberen Zylinder gesteckt und den Kolben richtung OT gedreht, genau bei der T - Makierung ist der Kolben auf Ot.
    Vergaser habe ich schon Zweimal zerlegt,Ausgeblasen und im Ultraschallbad gehabt. Vorm Urlaub lief der Motor noch wie ein Uhrwerk, dann in Kroatien hatte er Plötzlich diese Marotte.Dann habe ich den Öltank abgeschraubt und danebengehängt.
    Dann den Stecker vom Drosselklappensensor gezogen und das Vergasergestänge ausgehängt.
    Angelassen, Motordrehzahl ist leicht erhöht und geht dann runter in den "Warmbereich".
    Und oh Wunder, er blieb an. Keine Fehzündung, kein Ruckeln, kein Ausgehen.
    Ich hab dann die Vergaser einzeln betätigt, bei allen das gleiche Ergebnis, der Motor dreht sauber hoch.
    So, und nun ? Soll ich das Ding mal zerlegen und reinigen oder so?
    Oder muss das Neu?

  2. #2
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    Hallo Thomas,

    das Problem kann vielschichtig sein. Da musst Du strukturiert rangehen. Es kann ein mechanisches, ein elektrisches oder ein sprittechnisches Problem sein.

    Ich weiß jetzt nicht, ob Du einen Einbautank oder einen Beistelltank benutzt. Unabhängig davon würde ich mal einen anderen Beistelltank anschließen, von dem ich weiß, dass er funktioniert. Dann hast Du zumindest einmal ein mögliches Tankproblem überprüft.

    Wenn Du den Pumpball bedienst, muss das Schauglas sauber und gefüllt sein. Wenn sich da irgendetwas mit einer Trennlinie andersfarben im Schauglas abzeichnet, hättest Du etwas Wasser im Wasserabscheider.

    Nehmen wir einmal an, das ist nicht der Fall und der Pumpball fühlt sich auch fest an, wenn Schauglas und Vergaser gefüllt sind.

    Nun zum Choke:

    Der elektrische Choke arbeitet immer dann, wenn Du den Sclüssel reindrückst. Wenn Du ihn loslässt, drückt ihn die Feder im Schlüsselschalter wie raus. Man startet den Motor mit Choke, indem man in kleinen Abständen (Bruchteil einer Sekunde) immer gegen den Schlüssel drückt und ihn wieder entlastet. Das macht man solange, bis die Drehzahl nicht mehr abfällt.

    Du sprichst von Ruckeln und kleinen Fehlzündungen. Das deutet auf Abmagerung hin in der Warmlaufphase. Also, den Schlüsselschalter häufiger bedienen während der Warmlaufphase.

    Deine rehbraunen Zündkerzen zeigen eigentlich an, dass die Verbrennung, ich sage jetzt einmal während der Fahrt, korrekt ist.

    Vielleicht noch etwas zur Warmlaufphase:

    Grundsätzlich verbrennt der Motor bei einem Liter Benzin 11,370 m² Luft. Bei einem Kg Benzin, bei einer spezifischen Dichte von 0,75 14,7 m³ Luft. Das Ganze nennt man das stöchiometrische Verhältnis. Dann wärst Du bei Lamda 1. Für die Luftdichte wird hier ein Atmosphärendruck von 1013,2 hektopascal angenommen, was ein Luftgewicht von 1,293 gr. pro Liter ausmacht. Dieses Verhältnis muss stimmen und wird über eine korrekte Vergasereinstellung erreicht.

    Während der Warmlaufphase kondensiert ein Teil des Kraftstoff-/Luftgemischs und schlägt sich an den kalten Zylinderwänden nieder. Dann stimmt das stöchiometrische Verhältnis nicht mehr und der Motor magert ab, bis er dann schließlich warm ist auf Betriebstemperatur.

    Ein Wort zum Zündverstellschalter, der am Vergaser angeflanscht ist:

    Der Zündverstellschalter, der mit am Synchrongestänge hängt, schaltet bei einer Drosselklappenöffnung von 15 Grad auf die maximale Vorzündung. Das kannst Du einfach mit einer Stroboskoplampe überprüfen, ob er das tut. Vorab kannst Du auch einmal mit einem Ohmmeter nachprüfen, ob er bei einer Drosselklappenöffnung von 15 Grad sauber und regelmäßig durchschaltet. Den Zündverstellschalter kann man auch einstellen.

    Noch etwas zur Vergaserreinigung:

    Du solltest auch die Hauptdüsen rausdrehen und Dir mal die Öffnung gegen das Licht anschauen. Es können sich im Querschnitt Verunreinigungen befinden, die Du nicht rausgeblasen bekommst. Da kannst Du mit einem mehrfaserigen Draht 2 bis 3 Einzeldrähte leicht verdrillen und damit durch die Öffnung gehen. Anschließend ist der Querschschnitt wieder frei.

    Achte auch darauf, dass die Vergaser am Vergaserfuß plan am Block festgeschraubt sind. Gegebenenfalls die Fußdichtungen wechseln. Dort können Vergaser falsche Luft ziehen und dann das Gemisch abmagern. Die Schrauben am Vergaserfuß zieht man immer wechselweise pro Vergaser an.

    Zur Vergasereinstellung:

    Die Luftgemischschrauben werden auf leichten Sitz im Uhrzeigersinn eingedreht und dann gegen den Uhrzeigersinn 1 1/4 plus minus 1/4 Umdrehungen geöffnet. Das ist die Grundeinstellung Bei der Feineinstellung musst Du dann die Leerlaufdrehzahl absenken, bis sich der Motor schüttelt und auszugehen droht. Dann veränderst Du die Stellung der Gemischschrauben langsam, bis der Motor den besten Rundlauf hat.

    Anschließend drehst Du die Leerlaufdrehzahl wieder hoch, bis der Motor im eingelegten Gang 750 U/min plus minus 50 U/min hält. Dafür muss sich aber der Propeller im Wasser befinden, um einen Widerstand zu haben.

    Lies Dir das einmal durch. Wenn Du noch Fragen hast, frage noch einmal nach.

    Gruß Walter

  3. #3
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    Hallo Walter, erstmal vielen Dank für deine Ausführliche Antwort.
    Das mit der Stroboskoplampe werde ich heute Abend prüfen.
    Wenn der Zündversteller nicht angeschlossen ist, liegt der Zündzeitpunkt dann auch bei 8 Grad nach OT ?
    Ich habe den jetzt an Masse angeschlossen und daneben gehängt so das ich ihn manuell bedienen kann. Wenn ich jetzt den Stecker einstecke, sackt die Drehzahl merklich ab. Schalte ich durch geht sie höher als wie wenn ich den Stecker gezogen lasse.
    Wie messe ich den Widerstand? Es sind drei Kabel vorhanden ...
    Mit dankbarem Gruß
    Thomas

  4. #4
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    Hallo Thomas,

    wenn der Zündverstellschalter abgesteckt ist, läuft der Motor mit 6 Grad plus minus 2 Grad Spätzündung bei jeder erreichbaren Drehzahl. Wenn der Zündverstellschalter am System angeschlossen ist, läuft er bis zu einer Drosselklappenöffnung von weniger als 15 Grad mit 6 Grad plus minus 2 Grad Spätzündung. Ab 15 Grad - sofern er richtig eingestellt ist - geht er auf eine maximale Vorzündung von 17 Grad plus minus 2 Grad.

    Wie misst Du den Widerstand?

    Von den -3- Kabeln kannst Du nur mit -2- Kabeln eine Funktion messen. Und die Funktion ist je nach Schalterstellung entweder "Unendlich" oder "0" Ohm.

    Gruß Walter

  5. #5
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    Hallo Walter,
    Ich bin heute wieder bei meinem Sorgenkind bei gewesen.
    Zündverstellschalter angeschlossen, Motor an, nach der erhöhten Drehzahl (ca. 10 bis 20 Sekunde) abfall auf normale Drehzahl, mit dem Choke gearbeitet bis er einigermaßen ruhig lief.
    Stroboskoplampe angeschlossen und Regenschirm aufgespannt. Messung im Standgas 4° nach Ot, Zündverstellschalter von Hand betätigt, 15° bis 17° vor OT.
    Ich habe vergessen das ich ja vor dem Urlaub die Schwungmasse getauscht habe. Bei der alten war der Zahnkranz hin. Die neue ist gebraucht von einem Teiledieler.
    Ausserdem habe ich heute das Massekabel von dem Zündverstellschalter mit einem neuen Anschluss versehen.
    Er bleibt jetzt zumindest schon mal an wenn er warm ist.
    Denn Werten nach ist das aber in der Toleranz die Du mir geschrieben hast. Kann man das noch einstellen? Grundplatte verdrehen oder so?
    Ich hab nen neuen Einbautank, der Sprit kommt auch bei den Vergasern an. Ich hab einen Schlauch abgezogen.
    Die Vergaser hatte ich komplett zerlegt, im US-Bad gerreinigt, ausgeblasen mit Druckluft und Bremsenreiniger. Die Düsen und Düsenstöcke sind komplett sauber.
    Das Einstellen hab ich noch nicht probiert, mach ich jetzt.
    Wie stellt man den Zündversteller ein?
    Gruß Thomas
    Geändert von Maschinenflüsterer (21.08.2016 um 16:48 Uhr)

  6. #6
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    Also bei den Vergasern ändert sich nicht viel wenn ich versuche die einzustellen.
    Ich hab die Stellschraube an der Seite die die Drosselklappen öffnet ganz rausgedreht, dann bei jedem einzelnen Vergaser nacheinander die Luftgemischraube ganz reingedreht und dann langsam wieder raus.
    Bei 2 Umdrehungen läuft er am besten. Wie gesagt kaum Veränderungen. Nun war mein Verdacht das der Motor irgendwo Nebenluft zieht, er müsste ja eigendlich ausgehen wenn die Klappen ganz zu sind.
    Also mit Bremsenreiniger (Nicht zum nachmachen empfohlen) vorsichtig die Vergaser in den Bereichen Drosselklappen und Vergaserfuß angesprüht. Nichts, keine Veränderung. Von meinen Bus und Käfermotoren kenne ich das anders,
    wenn da Nebeluft ist, erhöht sich die Drehzal kurz.
    Oder haben die Vergaser Beipässe?
    Gruß Thomas

  7. #7
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    Hallo Walter,
    hab ich was falsches geschrieben?
    Oder hast Du gerade keine Zeit?
    Gruß Thomas

  8. #8
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    Hallo Thomas,

    ohne Deinen Motor zu kennen dennoch einen Hinweis basierend auf anderen Vergasern:

    Den Drosselklappenspalt brauchst Du zum einstellen. Drehe also die Anschlagschrauben so weit rein, dass die Klappen leicht geöffnet sind. Dann drehst Du die Leerlaufgemischschrauben soweit hinein bis die Leerlaufdrehzahl runter gehen will und im Anschluss wieder langsam heraus bis sie steigt. Danach drehst Du die Anschlagschrauben so, dass Du die gewünschte Leerlaufdrehzahl durch mehr oder weniger Drosselklappenspalt erhälst.

    Macht man es nicht so, hat man zwar möglicherweise auch ein Standgas, aber das Ansprechverhalten ist käse und das Standgas nicht ruhig.

    Viel Erfolg!
    Gruß Olli

    Fühl Dich dort wohl wo Du bist, fühlst Du Dich dort nicht wohl, sei nicht dort.

  9. #9
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    Hallo Thomas,

    falsche Nebenluft könnten die Vergaser nur ziehen, wenn die Fußdichtung zwischen Vergaser und Motorblock nicht richtig abdichtet. Aber das hatte ich Dir schon geschrieben.

    Gruß Walter

  10. #10
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    https://youtu.be/_plrMbgYtQI
    Hallo Alle Zusammen, der Link zeigt meinen Motor bei der Einstellung Standgas über Drosselklappen und Gemischschrauben 1,5 Umdrehungen raus.
    Er zuckt immer noch, und ich hab ihn da schon 20 min. am laufen.
    Das mit dem kurzen drücken des Choke bringt nur für einen Moment was.
    Gruß Thomas 😊

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