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Thema: Lkw Umbau zum Bootstransporter

  1. #1
    Schiffsjunge Schutzmann sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre Schutzmann sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
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    Standard Lkw Umbau zum Bootstransporter

    Hallo,

    da ich mich im Herbst 2015 kurzfristig entschlossen hatte, mir ein größeres Boot zu kaufen, stand ich vor der Entscheidung einen neuen Alu-Trailer und ein dazu passendes Zugfahrzeug zu kaufen oder einen Lkw zum Bootstransporter umzubauen.
    Letztendlich habe ich mich zum Umbau entschlossen. Ich wollte doch nicht das ganze Jahr mit einem SUV durch die Gegend fahren, um ein paar Mal im Jahr (wenn überhaupt so oft) einen Trailer ziehen zu können. Außerdem ist bei dem ausgesuchten Boot ein Transport mit dem Trailer grenzwertig, da es mit dem Gewicht sehr knapp für einen Trailer wird.
    Das Boot - eine Sea Ray 260 - wiegt trocken je nach Ausstattung zwischen 2.850 und 3.100 kg. Da bleibt wenig Luft nach oben.
    Also sollte ein Lkw her.
    Es wurde dann ein MAN 8.163 mit langem Radstand und langer Pritsche.

    Hier mal ein Bild vom ursprünglichen Lkw:
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  2. #2
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    Nun ging es ans bearbeiten des Lkw. Zunächst musste ich nach der Abholung feststellen, dass zumindest ein Achsschenkelbolzen fest war. Wir entschlossen uns daher die Achse komplett auszubauen, die Achsschenkelbolzen zu wechseln und dabei auch gleich die Bremsscheiben zu erneuern. Davon habe ich leider keine Bilder...
    Dann ging es an den Abbau der Ladefläche:
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  3. #3
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    Bevor es aber so richtig losging, hatten wir mal den Mann vom TÜV nach seiner Meinung zu dem Umbau gefragt. Wir erläuterten ihm, dass wir den Hilfsrahmen beibehalten und dort die Traversen einschweißen wollten. Dann sollten Schubstücke mit den Traileraufnahmen und den Lasthaken gebaut werden. So wollten wir eine möglichst große Flexibilität erreichen. Mit unseren Vorschlägen war der Ingenieur einverstanden und es ging weiter mit dem Rückbau. So sah der Lkw schließlich ohne Ladefläche aus:
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  4. #4
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    Dann ging es an die Materialbestellung. Es sollte ein Baustahl mit der Spezifikation S 355 in der Stärke 80 x 80 x 5 mm für die Traversen Verwendung finden. Für die Schubstücke hatte ich zunächst eine Größe von 90 x 90 x 4 mm vorgesehen. Später musste ich dann leider feststellen, dass mathematische Berechnungen und Toleranzen bei der Stahlherstellung nicht in Einklang zu bringen sind und es musste nachbestellt werden. Zuletzt wurde es 100 x 100 x 5 mm für die Schubstücke.
    Die Lichtleiste wurde letztlich in 70 x 70 x 5 mm für die Führungsrohre und 50 x 50 x 4 mm für den Lampenträger gebaut.
    In die Führungsrohre habe ich 2 mm Kunststoffplatten zurecht geschnitten und eingeklebt. Das soll verhindern, dass bei jedem rausziehen oder reinschieben die Farbe abgescheuert wird. Ich hatte nämlich auf ein verzinken verzichtet und will es erstmal so probieren.
    Auf dem Bild sieht man schon mal, was es in etwa werden soll.
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  5. #5
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    Die Schubstücke in 100 x 100 x 5 mm waren nun wiederum zu groß und so haben wir einen Winkel von dem ursprünglich geplanten 90 x 90er Rohr innen eingeschweißt.
    An die Schubstücke wurden unten zwei Löcher in 12,5 mm gebohrt und 12er Muttern aufgeschweißt. Später sollen da 12er Edelstahlschrauben mit Kontermuttern als Arretierung dienen.
    Die Trailerauflagen wurden fertig bestellt. Sie haben die Größe 60 x 10 cm. Für die Höhenverstellung haben wir Baustützen geholt und auf Maß zurecht geschnitten.
    Mittig auf dem Lkw wurden Kielauflagen montiert. Diese wurden in der Größe 300 x 200 x 39 mm gekauft und montiert.
    An die Führungsrohre für die Lichtleiste wurden oben jeweils 12er Muttern aufgeschweißt. Hier sollen später 12er Sternschrauben mit Kontermuttern zum Einsatz kommen, um die Lichtleiste zu fixieren.
    Für die Ladungssicherung wurde Schwerlasthaken mit einer Zuglast von 3,5 t vorgesehen. Auch hierfür wurden Schubstücke vorbereitet und die Haken darauf geschweißt. Zum Kontern wurden an beiden Seiten 12er Muttern angeschweißt und mit 12er Edelstahlschrauben und 12er Muttern angebaut.
    Damit die Trailerauflagen sich nicht zu weit verdrehen und auch nicht unbefugt entfernt werden können, wurden einfache Fahrradschlösser verwendet.
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  6. #6
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    Ursprünglich wollten wir einen neuen Unterfahrschutz anbauen. Aber dann entschlossen wir uns den alten Unterfahrschutz weiter zu verwenden. Da nun aber schon die neuen Teile da waren, haben wir uns entschlossen nach hinten einen zusätzlichen Unterfahrschutz zu bauen.
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  7. #7
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    Die Kugelkopfkupplung sollte zwar ursprünglich angebaut bleiben, allerdings mussten wir feststellen, dass der Rost offensichtlich ganze Arbeit geleistet hat. Ähnlich sah der hintere Unterfahrschutz aus und wir haben von dem falsch bestellten Vierkantrohr 90 x 90 x 4 mm gleich einen neuen angeschweißt (siehe vorheriges Bild).
    Das sieht man am besten an den Bildern:
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  8. #8
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    So sieht nun die "Ladefläche" nach dem Umbau aus. Die Trailerauflagen und Lasthaken sind angebaut:
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  9. #9
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    Die Lichtleiste wurde zusammengeschweißt. Die Rohre sind in 50 x 50 x 4 mm und das Querrohr in 60 x 60 x 4 mm verbaut worden. Die Kabel der Aspöck-Lampen wurden durch normales 8-adriges-Kabel entsprechend verlängert. Der Auszug sollte so bis zu 2,50 m ermöglicht werden.
    Das ganze dann eingebaut sieht so aus (sorry für die schlechte Bildqualität):
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  10. #10
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    Um die seitliche Sichtbarkeit zu verbessern und auch die ausgezogene Lichtleiste erkennbar zu machen, wurde eine reflektierende Folie aufgebracht. Hinten wurde noch eine für, z.B. Österreich vorgeschrieben Reflektorfolie (auf Alublech) angebaut.
    Zwischendurch wurde noch der Reflektor des vorderen rechten Scheinwerfers eingeschickt und neu beschichtet. Damit war dann alles fertig.
    Nun ging es zum leer Wiegen und anschließend zum TÜV.
    Nach der Vorabsprache mit dem Ingenieur war trotzdem eine gewisse Aufregung nicht zu verleugnen.
    Beim TÜV sah man dann große und leuchtende Augen. Der Prüfer war mit den Arbeiten sehr zufrieden. Es wurde nur noch kurz ausgemessen und schon war alles fertig.
    Das Leergewicht wurde festgesetzt auf 4,2 t und es bleibt somit eine Zuladung von 3,29 t übrig. Eine Nachfrage bei MAN ergab, dass man noch um 1,1 t auflasten kann.

    Das Boot passte auf Anhieb auf den Transporter und die flexiblen Trailerauflagen haben sich schon beim ersten Mal bewährt.

    Fazit: Es hat riesig Spaß gemacht und wir sind stolz auf das Ergebnis.

    Sofern ich den Transporter nicht für mein Boot benötige, steht er mit mir als Fahrer für Transporte zur Verfügung.

    So sieht das Gefährt ohne und mit Boot nun aus:
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