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Thema: Amperemeter- Welchen Shunt einbauen?

  1. #1
    Landratte kapert befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Frage Amperemeter- Welchen Shunt einbauen?

    Vor´mehr als 10 Jahren habe ich ein Amperemeter eingebaut, z. B. , damit ich prüfen kann, ob ich alle Verbraucher ausgeschaltet habe, oder wieviel ein Verbraucher an Strom zieht. Obwohl die digitale Anzeige anfangs problematisch war (braucht eine eigene Stromversorgung, 9 V Blockbatterie) hat sie später recht gut funktioniert.
    Dieser Tage schalte ich wieder mal ein und das Amperemeter zeigt Stromfluß an (29 A)
    obwohl alle Verbraucher ausgeschaltet waren. Ich konnte mir das überhaupt nicht erklären. Dann entdeckte ich, daß der Shunt ganz vergammelt ist. Ich habe ihn erst einmal ausgebaut. Er besteht aus drei Stäben. Einer ist noch OK, die anderen beiden durch Oxitation stark angegriffen, total ummantelt mit dem Zeugs, was sich da bildet. was mir ebenfalls nicht erklärlich ist.
    Frage 1: Kann es sein, daß die Fehlanzeige durch diese Oxitation zustande gekommen ist? Frage 2 : Ich weiß nicht mehr, wie ich damals die Größe des Shunt ermittelt habe.Im Bootszubehörkatalog konnte ich auch keinen Shunt mehr finden, Bei E Bay werden die unterschiedlichsten Größen angeboten. Wie ermittle ich den für mein Boot richtigen Shunt, denn ich muß ja unbedingt einen Neuen haben. ?

  2. #2
    Administrator ivea genießt hohes Ansehen ivea genießt hohes Ansehen ivea genießt hohes Ansehen ivea genießt hohes Ansehen ivea genießt hohes Ansehen ivea genießt hohes Ansehen ivea genießt hohes Ansehen ivea genießt hohes Ansehen ivea genießt hohes Ansehen ivea genießt hohes Ansehen ivea genießt hohes Ansehen Avatar von ivea
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    www.uni-protokolle.de/Lexikon/Amperemeter.html

    U = R x I

    Du solltest den Innenwiderstand des Messgerätes kennen um eine korrekte Aussage zu erhalten und den bei einer Messung zu erwartenden maximalen Strom. Weiter unten ist ein Berechnungsbeispiel für einen Shunt, falls der Messbereich vom Amperemeter nicht ausreicht.

    Viel Erfolg!
    Gruß Olli

    Fühl Dich dort wohl wo Du bist, fühlst Du Dich dort nicht wohl, sei nicht dort.

  3. #3
    Steuermann Joe Patroni genießt hohes Ansehen Joe Patroni genießt hohes Ansehen Joe Patroni genießt hohes Ansehen Joe Patroni genießt hohes Ansehen Joe Patroni genießt hohes Ansehen Joe Patroni genießt hohes Ansehen Joe Patroni genießt hohes Ansehen Joe Patroni genießt hohes Ansehen Joe Patroni genießt hohes Ansehen Joe Patroni genießt hohes Ansehen Joe Patroni genießt hohes Ansehen Avatar von Joe Patroni
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    Die Falschanzeige kann durch Oxidation kommen, auf jeden Fall!
    Ein Shunt ist im Prinzip ein geringer, genau abgestimmter Widerstand, oft im Milliohmbereich. Wird ein Widerstand von Strom durchflossen,
    kann man über ihm eine Spannung messen, die abhängig ist von der Höhe des Stromes der durchfließt
    und der Größe des Widerstandes. Je höher der Widerstand und je höher der Strom, desto höher ist
    die Spannung, die über dem Shunt gemessen werden kann.
    Wenn Du Glück hast, ist dieses Verhältnis irgendwo auf dem Shunt aufgedruckt/gestanzt (genau hingucken!). Da steht beispielsweise 150A/50mV.
    Das bedeutet, der Shunt kann maximal 150 Ampere vertragen und bei eben diesen 150A würde man über ihm eine Spannung
    von 50 Millivolt messen können.
    Was Du also erstens wissen mußt ist, wieviel Strom fließt bei Dir maximal da durch, damit Du den Shunt nicht zu schwach wählst.

    Dein Digitaldisplay ist im Grunde auch kein Amperemeter, sondern ein Voltmeter, daß die geringe Spannung über dem
    Shunt mißt. Da müßtet du jetzt wissen, wieviel Spannung ist nötig, um eine maximale Anzeige zu bekommen und natürlich auch,
    was ist überhaupt das Maximum der Anzeige um das "Übersetzungsverhältnis" vom Shunt bestimmen zu können. Wenn dahingehend nichts bekannt ist, wirst Du das ausprobieren müssen, was allerdings geeignetes Equipment vorraussetzt...
    Siehe dazu auch das von Olli schon genannte "Ohmsche Gesetz", wobei der Innenwiderstand von dem Meßgerät in Deinem Fall
    aber keine bedeutende Rolle spielt (digitale Voltmeter liegen i.d.R. bei 10 Megaohm).
    Oder Du hast eine Typenbezeichnung von der Anzeige und versuchst im Netz eine Beschreibung dazu zu finden.

    Eine Altenative wäre, schau mal bei den Chinamännern in der Bucht, da gibts solche Anzeigen komplett mit Shunt zu preisen, wo Du hier nichtmal
    einen neuen 9Volt-Block bekommst... ...inklusive Versand. Der dauert aber schonmal 4 Wochen

    Nachtrag: Hier noch ein BEISPIEL
    Geändert von Joe Patroni (25.06.2014 um 16:55 Uhr)
    Gruß Achim
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  4. #4
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    Vielen Dank für Eure Hilfe. So ganz blicke ich da zwar noch nicht durch, aber allzu große Fehler kann ich ja eingetlich nicht machen, höchstens, daß es nicht richtig funktioniert.
    Eins verstehe ich aber absolut nicht: Daß die Anzeige fließenden Strom angezeigt hat, obwohl alle verbraucher ausgeschaltet waren.
    Gruß Klaus

  5. #5
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    Eigentlich zeigt sie Volt... Den unterschied vor und hinter dem shunt.... Aber so richtig blicke ich das auch nicht...
    Gruß Olli

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  6. #6
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    @Klaus
    Klemm mal die Messleitungen vom Shunt ab, dann sollte das Display "0000" anzeigen.
    Wenn ja, könnten doch noch Ströme am Shunt fließen. Warum, obwohl die Batterie ausgeschaltet ist, kann man nur sagen, wenn der Schaltplan in seiner Gesamtheit
    bekannt ist. Vielleicht ist z.B. noch ein Radio am Dauerplus, das noch Standby-Strom zieht?

    @Olli
    hab das Thema auf die Schnelle mal visualisiert, hilft vieleicht fürs Verständnis:



    Warum der Innenwiderstand der Anzeige in obigem Fall vernachlässigbar ist und was der überhaupt damit zu tun hat, versuche ich nächste Woche zu erklären, nu bin ich erstmal busy...
    Geändert von Joe Patroni (27.06.2014 um 15:35 Uhr)
    Gruß Achim
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  7. #7
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    Hier nun der Versuch einer "vereinfachten" Erklärung:

    Ein Messgerät ist im Prinzip selber auch ein Widerstand durch den ein Strom fließen kann.
    Klemme ich also ein Messgerät an einen Shunt an, leite ich einen Teil des fließenden Stromes um den Shunt herum. Natürlich fließt um so mehr Strom am Shunt vorbei, je geringer der Innenwiderstand des Messgerätes ist. Das Messgerät selber zeigt jedoch nur das an, was durch den Shunt fließt. Klar, somit ist also das, was durch den Shunt fließt, eben nicht die ganze Wahrheit, es fehlt ja der Anteil, der durch das Messgerät fließt.

    Dadurch, daß bei einer Parallelschaltung von Widerständen, hier also Shunt/Messgerät, der Gesamtwiderstand der Schaltung kleiner wird, wird der Gesamtstrom natürlich höher, die Spannung am Shunt aber, die ja letztlich das Maß für den fließenden Strom ist, wird geringer.

    Ich hab mal was "gebaut", was das Thema hoffentlich genug verdeutlicht:
    > DOWNLOADEN <, entzippen, shunt.exe starten.



    Mit dem Schieberegler kann der Innenwiderstand des Messgerätes geändert werden.
    Man achte auf den Anzeigefehler.

    Zum Nachvollziehbarkeit helfen evtl. noch folgende Regeln:

    Reihenschaltung aus Widerständen, hier Lampe / Shunt:
    - die anliegende Gesamtspannung verteilt sich über die Widerstände, wobei
    - am größten Widerstand liegt die größte Spannung an
    - durch alle Widerstände fließt der gleiche Strom
    - Der Gesamtwiderstand ist die Summe aller Einzelwiderstände

    Parallelschaltung aus Widerständen, hier Shunt / Messgerät)
    - an allen Widerständen liegt die gleiche Spannung
    - durch den kleinsten Widerstand fließt der größte Strom
    - die Summe der Einzelströme summieren sich
    - Der Gesamtwiderstand ist immer kleiner als der kleinste Widerstand
    (Berechnungsgrundlage: der Kehrwert des Gesamtwiderstandes entspricht
    der Summer der Kehrwerte aller Einzelwiderstände)

    Unsere Schaltung bestehend aus Lampe, Shunt und Messgerät stellt eine Reihen- plus Parallelschaltung dar, somit müssen natürlich auch die Regeln kombiniert werden.
    Gruß Achim
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  8. #8
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    Grmpf. Ich hab damals die Datei aus dem Download-Link nicht für erhaltenswert befunden, nun könnte ich sie doch nochmal brauchen. Hat jemand die Datei Messfehler.zip bzw. shunt.exe runtergeladen, diese zufällig noch irgendwo auf der Platte liegen und würde sie mir zukommen lassen?
    Gruß Achim
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