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Thema: Kalkröhrenwurm

  1. #1
    Landratte otto56 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Standard Kalkröhrenwurm

    Guten Tag, bin ein Frischling aus dem Süden des deutschen Sprachraums.
    Liege mit meinem Boot (DC 9 fly) an der oberen Adria und habe im Brackwasserhafen Porto Santa Margherita Probleme mit einem Kalkröhrenwurm namens Ficopomatus enigmaticus (oder Mercierella enigmatica oder australien tubeworm). Er haftet an Metall und Holz in der Gezeitenzone, wächst sehr rasch und bildet Riffe von einem halben Meter Durchmesser.
    Laut Meldungen über das Verbreitungsgebiet soll neben dem venetianischem Küstenabschnitt auch die Bretagne, England und die Nordsee betroffen sein.
    Hier Bilder

    Hier Bilder
    http://members.aon.at/perau/page_4_1.html
    Bin interessiert an allen Erfahrungen mit diesem Wurm
    LG aus Villach

  2. #2
    Oberbootsmann Ingo DO hat eine strahlende Zukunft Ingo DO hat eine strahlende Zukunft Ingo DO hat eine strahlende Zukunft Ingo DO hat eine strahlende Zukunft Ingo DO hat eine strahlende Zukunft Ingo DO hat eine strahlende Zukunft Ingo DO hat eine strahlende Zukunft Ingo DO hat eine strahlende Zukunft Ingo DO hat eine strahlende Zukunft Ingo DO hat eine strahlende Zukunft Ingo DO hat eine strahlende Zukunft Avatar von Ingo DO
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    Ich glaube da kannst Du nur den Hafen wechseln, das Problem ist bestimmt wenig Wasseraustausch. Habe mal in Cala d Or ganz hinten gelegen. Nach 2 Wochen Abwesenheit hatte der Kahn kaum noch Vortrieb, weil die Schrauben und die Wellen dick überwuchert waren. Der Rumpf hat ja Antifouling, aber alle anderen Teile eben nicht. Den bekommt man ja auch kaum ab. Da war stundenlanges tauchen angesagt. Denke das das das gleiche Tier war.
    <h4>Es ist nicht immer der Wind, wenn die Boote wackeln

    </h4>

  3. #3
    Landratte otto56 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Danke für das feedback.
    Das mit dem Tauchen stimmt. Bin schon mehrmals in die stinkende Brühe des Hafens gestiegen und hab bei Nullsicht die Schrauben grob gereinigt damit das Boot manövrierfähig ist und dann draussen am Meer bei besserer Sicht die Metallteile, ordentlich geputzt. Alle 2 Jahre bei der Unterschiffbehandlung probier ich dann diverse Antifoulings für die Schrauben aus.
    Der Liegeplatz gehört zum Haus und dieses mir. Daher Hafenwechsel erst nach meinem Ableben. Bis dahin muss ich mit dem Wurm leben.
    2 Alternativen zum mühsamen und ekligen Tauchputz schweben mir vor:
    Kurzzeitelektrolyse: 12 V ca 2 A für 10-15 min, Kathode Masse, Anode Stahlplatte im Wasser darunter, der sich bildende Wasserstoff ist Gift alleine und in Reaktion mit dem Chlor müsste sich Salzsäure bilden und den Kalkröhren den Rest geben.
    Oder Säurebad im Wasser: Eine Plane mit Ösen unter das Schiff im Bereich der Schrauben und Wellen ziehen und hochzurren, Lenzen von darin befindlichem Wasser wie möglich und Säure reinschütten.
    Allerdings will ich mein armes Boot nicht als Versuchskaninchen benutzen und Schaden anrichten.
    Alle statements willkommen, auch höhnische.

  4. #4
    Obermuseumswärter nova II genießt hohes Ansehen nova II genießt hohes Ansehen nova II genießt hohes Ansehen nova II genießt hohes Ansehen nova II genießt hohes Ansehen nova II genießt hohes Ansehen nova II genießt hohes Ansehen nova II genießt hohes Ansehen nova II genießt hohes Ansehen nova II genießt hohes Ansehen nova II genießt hohes Ansehen Avatar von nova II
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    In der boote Zeitung hatten sie unlängst ein antifouling System auf ultraschallbasis, da werden 1/2/3 Geber in der Bilge verbaut je nach Größe des Schiffes, der Test war gar nicht schlecht!

    Z.b. Das hier, gibts noch andere, mal die Leute ansprechen, evtl. Hilfts!
    mfg rop

    Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
    Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren!

  5. #5
    Landratte otto56 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Danke
    Vielleicht mag hinter Ultraschallbewuchsschutz etwas stecken, aber die Kosten ohne Gewähr für Wirkung oder zum Ausschluss von Nebenschäden wären mir zu hoch. Das System müsste fast permanent in Betrieb sein und ein bereits eingetretener Bewuchs lässt sich nicht dadurch entfernen.
    In der Literatur wird erwähnt , dass der Ficopomatus nicht nur für Schiffe in den betroffenen Gebieten ein Problem darstellt, auch Schleusenanlagen können dadurch lahmgelegt werden. In solchen Fällen wird wahrscheinlich die chemische Keule angewandt.
    Andererseits ist es augenscheinlich, dass nur Holz, Metall und Kunststoff (unter anderem Echolotsender-,siehe Ultraschall) besiedelt werden, jedoch nie Beton. In meinem Fall handelt es sich um einen 50 Jahre alten Kunsthafen, dessen Einfassung aus Betonteilen besteht, die in 45° Neigung zum Grund angeordnet sind und nur die eisernen Stützen der Brücken sind von Kalkröhrenbüschel umhüllt so wie die Holzpfähle,- der Beton bleibt frei!
    Was kann ein 50 Jahre alter Beton absondern, dass sich die Biester nicht darauf ansiedeln?
    Der Betreiber des Hafens, dem man sein Salär entrichten muss, verdient als Werftbesitzer an der Unterschiffreinigung und Errichtung neuer Pfähle gutes Geld, den brauch ich nicht fragen.

  6. #6
    Administrator ivea genießt hohes Ansehen ivea genießt hohes Ansehen ivea genießt hohes Ansehen ivea genießt hohes Ansehen ivea genießt hohes Ansehen ivea genießt hohes Ansehen ivea genießt hohes Ansehen ivea genießt hohes Ansehen ivea genießt hohes Ansehen ivea genießt hohes Ansehen ivea genießt hohes Ansehen Avatar von ivea
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    Hallo otto56 und herzlich Willkommen im BWF

    Vermutung:
    Da der Wurm für sein Heim Kalk dem Wasser entziehen muss, wird er wohl gerne umspült sein. Das gelingt an Pfählen bzw. an erhabenen Stellen sicher besser als an glatten Wänden jeglicher Art und auch zur Nahrungsaufnahme wird der Transport zu ihm so auch sicherlich günstiger sein.

    Würde ein Pfahl aus Beton auch nicht besiedelt werden?

    Eine Folie unter das Boot ziehen scheint mir die preiswerteste, wenn gleich auch eine aufwändige Methode. Sie würde das umspülen verhindern und damit dem Wurm die Nahrung sowie den Baustoff für sein Heim begrenzen. Ab und an einen Schluck pH minus aus dem Fischteichzubehör zwischen Folie und Boot, versaut ihm wahrscheinlich sein Wohlfühlklima endgültig.
    Gruß Olli

    Fühl Dich dort wohl wo Du bist, fühlst Du Dich dort nicht wohl, sei nicht dort.

  7. #7
    Landratte otto56 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Danke Ivea
    Das ist ein sehr guter Gedankengang. Mein Liegeplatz ist nahe dem schleusenbewehrten Eingang des Hafens und die Gezeitenströmung ist hier recht hoch. Weiter hinten im Hafen gibt es kaum Kalkröhrenbewuchs, dies spricht auch für deine Theorie mit der nötigen Umspülung.
    Werde bei nächster Gelegenheit Versuch mit Plane und Entkalker machen. Den Elektrolyseversuch kann ich ja an der Stahlkonstruktion meiner Brücke durchführen. Über Ergebnisse berichte ich gerne.
    mfg

  8. #8
    professioneller User Seepocke kann auf vieles stolz sein Seepocke kann auf vieles stolz sein Seepocke kann auf vieles stolz sein Seepocke kann auf vieles stolz sein Seepocke kann auf vieles stolz sein Seepocke kann auf vieles stolz sein Seepocke kann auf vieles stolz sein Seepocke kann auf vieles stolz sein
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    Mache mal einen Testversuch am Ruder mit Relest®Marine 522, besorge Dir eine Probe mit 0,2 Liter und probiere es am Ruder aus. Das AF enthält Trikresylphosphat siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Trikresylphosphate das könnte bei einen Anstrich 12-16 Monate funktionieren. Wenn das nicht hilft, dann gibt es nichts wa da helfen kann mit Ausnahme Standortwechsel. Wir haben in St. Georgino wegen diesen Röhrenwürmern vor 7 Jahren einen Versuch durchgeführt, der bei bewegten Schiffen mittlerer Auslastung sehr gut funktionierte. Wir haben aber so wie auch bei den Seepocken eine zunehmende Resitenz so dass die Wirkung zunehmend schwächer werden wird. Für ein paar Jahre müsste das Marine 522 noch ausreichen.

    Dass mit dem Ultraschall ist Unsinn, da müsste das ges. Unterwasserschiff beschallt werden. Auch das mit den Elektonenwolken ist auch so eine Werbeerfindung aus der Schweiz, gehört aber zum Lehrprogramm an manchen Universitäten für Studenten und wurde aber in der Weiterentwicklung schon lange verworfen.

    Den Bewuchs an der Schraube mit einen Bewuchsschutz zu verhindern ist sehr teuer. Im Augenblick hat da siehe http://www.westmarine.com/buy/detco-...em--P008706814 die Nase vorne und die lasen sich das richtig was kosten.

    Ein Notlösung für Deine Schraube ist ein zähes Heisslagerfett, das einer auch unter Wasser auftragen kann. Das funktioniert bis zu einen halben Jahr, einfach anzuwenden und preiswert.

    mfg
    Geändert von Seepocke (07.08.2014 um 10:56 Uhr)

  9. #9
    Vollmatrose calypso 82 ist ein wunderbarer Anblick calypso 82 ist ein wunderbarer Anblick calypso 82 ist ein wunderbarer Anblick calypso 82 ist ein wunderbarer Anblick calypso 82 ist ein wunderbarer Anblick calypso 82 ist ein wunderbarer Anblick calypso 82 ist ein wunderbarer Anblick Avatar von calypso 82
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    Hab das gleiche Problem
    Sprühantifouling von Hempels hilft sicher.
    Gruß
    Peter

    I think i spider

  10. #10
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    Zitat Zitat von calypso 82 Beitrag anzeigen
    Hab das gleiche Problem
    Sprühantifouling von Hempels hilft sicher.
    Das hilft nicht einmal im Ansatz. Sprühantifoulings sind im Grunde einfache Farben in denen z.B. Aluminium- oder Kupfer enthalten ist. Die werden meist auf der Schraube mit kurzen - geringen Erfolg verwendet. Solche Farben, z.B. mit Kupfer haben ein antibakterielle Wirkung und das reicht bei weitem nicht, wenn wir es mit Bewuchs zu tun haben. Da nun mal Toxide nicht erlaubt sind, damit auch kein längerer Bewuchsschutz möglich ist, bleibt nur als Schutz eine unangenehme Umgebung für Organismen zu schaffen die dann gemieden wird. Zusätzlich eine angepasste Lechingrate, so dass der Bewuchs der sich festsetzt abgewaschen wird. Daher werden auch in der ges. Industrie, auch Bundesmarine nur selbstabschleifende Antifoulings verwendet um unsinnige Schichtstärkenanreicherungen die immer zu Abplatzungen führen zu vermeiden.

    Wenn Du das Prop-AF von Hempel meinst, das ist eine normale Kupferfarbe und die nützt z.B. in Raab wo wir erheblich geringere Bewuchsdrücke haben keine 4 Wochen als Dauerwasserlieger. Da hat sich jedes Heisslagerfett bei entsprechender Auslastung besser bewährt.
    mfg
    Geändert von Seepocke (09.08.2014 um 00:59 Uhr)

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