Marineparts24 - Bootsausrüstung, Bootszubehör, Yachtzubehör

+ Antworten
Seite 3 von 27 ErsteErste 1 2 3 4 5 13 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 263

Thema: Dokumentation eines Bootsbaus

  1. #21
    Admiral nidelv610 genießt hohes Ansehen nidelv610 genießt hohes Ansehen nidelv610 genießt hohes Ansehen nidelv610 genießt hohes Ansehen nidelv610 genießt hohes Ansehen nidelv610 genießt hohes Ansehen nidelv610 genießt hohes Ansehen nidelv610 genießt hohes Ansehen nidelv610 genießt hohes Ansehen nidelv610 genießt hohes Ansehen nidelv610 genießt hohes Ansehen Avatar von nidelv610
    Registriert seit
    13.10.2009
    Ort
    Leonberg
    Alter
    52
    Beiträge
    9.098

    Standard

    Thomas Geduld kommt bestimmt noch alles
    Gruß Tomas


    wenn ihr Lust habt könnt ihr hier mal reinschauen

    www.tomaskraus.de

  2. #22
    1. Heizer BLACK MONEY genießt hohes Ansehen BLACK MONEY genießt hohes Ansehen BLACK MONEY genießt hohes Ansehen BLACK MONEY genießt hohes Ansehen BLACK MONEY genießt hohes Ansehen BLACK MONEY genießt hohes Ansehen BLACK MONEY genießt hohes Ansehen BLACK MONEY genießt hohes Ansehen BLACK MONEY genießt hohes Ansehen BLACK MONEY genießt hohes Ansehen BLACK MONEY genießt hohes Ansehen Avatar von BLACK MONEY
    Registriert seit
    15.10.2009
    Ort
    Gütersloh, Germany, Germany
    Alter
    58
    Beiträge
    3.087

    Standard

    einfach nur toll !!

    das wissen bitte , wenn ich rentner bin !!


    Grömitz , die Perle des Nordens !
    gruß udo

  3. #23
    Oberbootsmann BarracudaNbg wird schon bald berühmt werden Avatar von BarracudaNbg
    Registriert seit
    17.10.2009
    Ort
    Fürth / Bay.
    Beiträge
    631

    Standard

    sag mal, wie bekommst du eigentlich ohne Spanten so einen GFK Rumpf stabil?
    Gruß Walter

    Mein U-Boot taucht nix!!!

  4. #24
    Konteradmiral Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Avatar von Water
    Registriert seit
    17.10.2009
    Beiträge
    3.444

    Standard

    Zitat Zitat von Erstgesperrter Beitrag anzeigen
    Was ich gerne mal von "water" sehen würde, wären mal ein paar bilder von seinem schmuckstück






    Das boot ist natürlich geneint
    Das Boot siehst Du in meinem Benutzerbild. Im Laufe dieser Beschreibung werde ich noch sehr viele Bilder davon einstellen.

    Gruß Walter

  5. #25
    Konteradmiral Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Avatar von Water
    Registriert seit
    17.10.2009
    Beiträge
    3.444

    Standard

    Zitat Zitat von BarracudaNbg Beitrag anzeigen
    sag mal, wie bekommst du eigentlich ohne Spanten so einen GFK Rumpf stabil?
    Matten und Rovings überlappen beim Laminieren. Wenn ich also grundsätzlich mit -8- Lagen im Unterwasserteil arbeite, habe ich im Bereich des Überlappens -16- Lagen.

    Diese -16- Lagen in Verbindung mit den seitlichen Sicken, die einem gekanntenen Blech von der Stabilität her gleich kommen, machen einen Einbau von Spanten entbehrlich.

    Zudem verbaue ich auch auf der Lauffläche einen 3/8 Zoll Balsaholzkern im Sandwichbau. So etwas macht man bei Offshore- und Rennbooten, um die Biegefestigkeit zu erreichen.

    Das Boot welches ich in der Baubeschreibung vorstelle - ich werde im Laufe der Baubeschreibung auf mein H22 wechseln - geht gut über 100 km/h.

    Näheres über die genaue Geschwindigkeit will ich aber noch nicht sagen.

    Ich stelle aber mal ein Bild ein, dem man entnehmen kann, wie das Heckwasser bei über 100 km/h aussieht, und das mit -6- Personen an Bord.

    Gruß Walter
    Angehängte Grafiken

  6. #26
    Oberbootsmann BarracudaNbg wird schon bald berühmt werden Avatar von BarracudaNbg
    Registriert seit
    17.10.2009
    Ort
    Fürth / Bay.
    Beiträge
    631

    Standard

    Zitat Zitat von Water Beitrag anzeigen
    Matten und Rovings überlappen beim Laminieren. Wenn ich also grundsätzlich mit -8- Lagen im Unterwasserteil arbeite, habe ich im Bereich des Überlappens -16- Lagen.

    Diese -16- Lagen in Verbindung mit den seitlichen Sicken, die einem gekanntenen Blech von der Stabilität her gleich kommen, machen einen Einbau von Spanten entbehrlich.

    Zudem verbaue ich auch auf der Lauffläche einen 3/8 Zoll Balsaholzkern im Sandwichbau. So etwas macht man bei Offshore- und Rennbooten, um die Biegefestigkeit zu erreichen.

    Das Boot welches ich in der Baubeschreibung vorstelle - ich werde im Laufe der Baubeschreibung auf mein H22 wechseln - geht gut über 100 km/h.

    Näheres über die genaue Geschwindigkeit will ich aber noch nicht sagen.

    Ich stelle aber mal ein Bild ein, dem man entnehmen kann, wie das Heckwasser bei über 100 km/h aussieht, und das mit -6- Personen an Bord.

    Gruß Walter
    Hallo Walter,

    das sieht zwar obergoil aus, aber das ist doch kein angenehmes Fahren mehr

    denke das ist wie mit nem tiefergelegten übers Kopfsteinpflaster.
    Geändert von BarracudaNbg (02.01.2010 um 19:45 Uhr)
    Gruß Walter

    Mein U-Boot taucht nix!!!

  7. #27
    Admiral nidelv610 genießt hohes Ansehen nidelv610 genießt hohes Ansehen nidelv610 genießt hohes Ansehen nidelv610 genießt hohes Ansehen nidelv610 genießt hohes Ansehen nidelv610 genießt hohes Ansehen nidelv610 genießt hohes Ansehen nidelv610 genießt hohes Ansehen nidelv610 genießt hohes Ansehen nidelv610 genießt hohes Ansehen nidelv610 genießt hohes Ansehen Avatar von nidelv610
    Registriert seit
    13.10.2009
    Ort
    Leonberg
    Alter
    52
    Beiträge
    9.098

    Standard

    Zitat Zitat von BarracudaNbg Beitrag anzeigen
    Hallo Walter,

    das sieht zwar obergoil aus, aber das ist doch kein angenehmes Fahren mehr

    denke das ist wie mit nem tiefergelegten übers Kopfsteinpflaster.
    Hängt vom Rumpf ab
    Gruß Tomas


    wenn ihr Lust habt könnt ihr hier mal reinschauen

    www.tomaskraus.de

  8. #28
    Konteradmiral Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Avatar von Water
    Registriert seit
    17.10.2009
    Beiträge
    3.444

    Standard Dokumentation eines Bootsbaus

    Fortsetzung

    Wenn der Positikern nach dem letzten Trennwachsauftrag zum Abformen vorbereitet ist, machen wir uns daran die Negativform zu bauen.

    Ich hatte schon einmal erwähnt, dass man beim Formenbau des Volumenschrumpfes wegen ein besonderes Formbauharz einsetzt. Dies kommt nun zum Eisatz.

    Als erste Schicht verwende ich ein eingefärbtes Formbauharz, was später die Innenseite der Form darstellt. Dieses Formbauharz oder auch Formbaugelcoat nimmt man bei einer Negativform möglichst dunkel.

    Der Grund dafür ist, dass man beim späteren Bootsbau mit der Negativform am Besten sehen kann, ob die Form richtig aufpoliert ist. Ich bevorzuge hier eine schwarze Gelcoat. Sie könnte aber auch dunkelrot, dunkelgrün oder dunkelblau sein.

    Die Farbe ist eigentlich egal, Hauptsache dunkel.

    Nun ein Sicherheitshinweis zur Verarbeitung von Polyesterharz:

    Wesentlicher Bestandteil von Polyesterharz ist Styrol. Styrol ist bei entsprechender Konzentration in der Luft gesundheitsgefährdend und auch explosiv. Deshalb bedarf es vorbeugender Maßnahmen beim Umgang mit Harz und auch dem Härter. Der Härter ist ein organisches Peroxid.

    Unmittelbarer Hautkontakt ist zu vermeiden, und die Atemwege sind zu schützen.

    Zum Schutz der Atemwege bedarf es eines ausreichenden Luftdurchsatzes im Raum. Sofern ein Lüfter eingesetzt wird in der Halle muss der exgeschützt sein. Gleichfalls müssen die Lampen und die dazugehörigen Schalter exgeschützt sein.

    Es besteht absolutes Rauchverbot beim Umgang mit Harz.

    Angebracht beim Spitzen von Harz ist eine Atemschutzmaske mit einem Kohleaktivfilter und eine Schutzbrille.

    Wenn man einen Spritzer Härter ins Auge bekommt ist das sehr gefährlich, weil dieser Härter die Netzhaut zersetzen kann.

    Diejenigen, die häufiger mit Harz arbeiten haben eine Augenspülflasche griffbereit mit einer 10-prozentigen Ascorbinsäure oder 2-prozentiger Natriumbicarbonatlösung.

    Im Falle es Falles Augen sorgfälig spülen, anschließend 15 Minuten mit Wasser und dann zum Augenarzt.

    Ich will jetzt hier keinem Angst machen, möchte nur darauf hinweisen, dass der Umgang mit solchen Materialien nicht unproblematisch ist.

    Wenn man solche Produkte kauft, erhält man auch die entsprechenden Sicherheitsdatenblätter.

    Genauso muss man beim Schneiden ausgehärteten Polyesters eine Schutzmaske tragen und eine Schutzbrille.

    Nur so weit.

    Ich werde jetzt die Gelcoat auftragen. Dazu benutze ich eine entsprechende Gelcoatspritzpistole und einen Kompressor mit mindestens 400 L Ansaugleistung und Wasserabscheider.

    Es geht aber auch mit einer normalen Spritzpistole mit einer 4 mm-Düse.

    Vor dem Auftragen der Gelcoat gehe ich noch einmal mit einem Antistatiktuch über die Oberfläche des Positivkerns, um Staubpartikel zu beseitigen. Die würden ansonsten in der späteren Formeninnenfläche sichtbar.

    Nun trage ich die Gelcoat mit der Gelcoatspritzpistole auf. Es bedarf etwa 500 gr. pro m².

    Aufpassen: Nur soviel Gelcoat mit Härter ansetzen, wie man jeweils auch verspritzt bekommt. Sonst wird die Gelcoat noch in der Spritzpistole fest und da haben wir den S........

    Je nach Außentemperatur versetze ich die auf Kobalt vorbeschleunigte Gelcoat mit 2 bis 3 % MEKP-Härter. Der wird unmittelbar vor dem Spritzvorgang in das Harz eingerührt.

    Die "offene Zeit" oder auch "Topfzeit" genannt liegt dann bei 10 Minuten. Also Gas geben. Der Spritzauftrag darf nicht unterbrochen, bevor die gesamte Oberfläche des Positivkerns deckend mit Gelcoat bedeckt ist.

    Hierbei muss man sehr sorgfältig arbeiten. Wenn man zum Beispiel eine Stelle nicht dick genug mit Gelcoat beaufschlagt hat und dann noch einmal nachspritzt kann die untere Gelcoatschicht, die bereits angetrocknet war, wieder angelöst werden.

    Das Ergebnis wäre eine sogenannte "Elefantenhaut" mit einer zerstörten Formenoberfläche in diesem Bereich. Es gibt dann auch Probleme beim Entformen.

    In unserem Fall soll es jetzt geklappt haben. Der Auftrag ist fertig. Alles ist schön denkend.

    Die Gelcoat muss jetzt etwa 12 Stunden ruhen, damit sie fast trocken ist und sich beim nächsten Harzeinsatz beim Aufbringen einer 225 gr.-Matte nicht mehr anlöst.

    Die 12 Stunden sind jetzt um. Die Oberfläche der Gelcoat fühlt sich bei einer Fingerprobe noch leicht klebrig an.

    Jetzt wird nach der Gelcoat die wichtigste Schicht in Form einer 225 gr. Matte auflaminiert.

    Hierzu nimmt man kleine Harzansätze von etwa einem Liter und versetzt den jeweiligen Harzansatz mit 3 Prozent Härter. Die Härterzugabe muss so hoch sein, damit das Harz schnell trocknet und die Gelcoat nicht anquellen kann.

    Das Laminierharz - auch ein Formbauharz - trägt man mit einer styrolbeständigen Fellrolle auf. Immer nur soviel Harz auftragen, wie man auch gerade mit der Matte verarbeiten kann.

    Die Matte muss dann sorgsfältigst entlüftet werden, damit es keine Luftblasen zwischen Gelcoat und Matte gibt.

    In dem Bereich wo wir Luftblasen übersehen hätte bricht die Gelcoat später ein, was zur Folge hätte, dass die Formenoberfläche ebenfalls beschädigt wäre.

    Jetzt kommt mal wieder ein Bild. Gleich geht es weiter.

    Viel Spaß beim Lesen.

    Gruß Walter
    Angehängte Grafiken

  9. #29
    Konteradmiral Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Avatar von Water
    Registriert seit
    17.10.2009
    Beiträge
    3.444

    Standard

    Zitat Zitat von BarracudaNbg Beitrag anzeigen
    Hallo Walter,

    das sieht zwar obergoil aus, aber das ist doch kein angenehmes Fahren mehr

    denke das ist wie mit nem tiefergelegten übers Kopfsteinpflaster.
    Das sieht heißer aus als es ist und ist durchaus noch im Rahmen des Erträglichen.

    Das Bild habe ich während des Stehens selbst aufgenommen und mit einer Hand gelenkt. Den Mädels sagte ich nur, dass sie sich mal etwas zur Seite drehen sollten, damit man die Heckwelle besser sieht.

    Ansonsten saßen die durchaus auch bei dieser Geschwindigkeit ganz entspannt im Boot. Nur mit dem Rauchen klappt das bei der Geschwindigkeit nicht mehr. Da brennt die Zigarette in wenigen Sekunden ab, falls man sie überhaupt angezündet bekommt.

    Gruß Walter

  10. #30
    Konteradmiral Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Water genießt hohes Ansehen Avatar von Water
    Registriert seit
    17.10.2009
    Beiträge
    3.444

    Standard Dokumentation eines Bootsbaus

    Fortsetzung


    Während die erste Matte mit einem Glasgewicht von 225 gr/m² nur der Oberflächengüte diente, sind die nachfolgenden Matten und Rovings für die Stabilität der Form verantwortlich.

    Warum ist eigentlich die erste Matte so dünn bzw. so leicht vom Glasgewicht her?

    Antwort: Die muss so dünn sein, damit sich die einzelnen Glasfilamente nicht durch die Gelcoat drücken können. Auch das würde zu Formenschäden führen.

    Diese kleine Form, die nur eine Länge von 4 m hat, habe ich mit folgendem Laminataufbau versehen:


    225 gr. Matte
    450 gr. Matte
    450 gr. Matte
    600 gr. Roving
    450 gr. Matte
    600 gr. Roving
    450 gr. Matte
    600 gr. Roving
    450 gr. Matte

    Das ist relativ viel für so ein kleines Teil, andererseits möchte ich aber darauf hinweisen, dass Formen immer wesentlich stärker dimensioniert werden, als ein Fertigteil. Beim Fertigteil, also einer Rumpfunterschale kommt man mit der Hälfte aus.

    Nach der ersten Matte mit 225 gr./m² habe ich -2- 450 gr./m²-Matten eingesetzt. Dies diente auch dazu, die erste Lage bei der weiteren Verarbeitung nicht zu sehr zu belasten.

    Es ist Euch vielleicht aufgefallen, dass ich immer wechselweise Matten und Rovings verarbeitet habe. Das macht man auch so um "Glasnester", also reine Harzanhäufungen, zu vermeiden, die entstehen, wenn man Roving auf Roving verarbeiten würde.

    Harz ist nur Mittel zum Zweck. Nur soviel einsetzen, wie man zum Tränken braucht. Je höher das Glasgewicht im Verhältnis zum Gesamtgewicht des Laminats ist, umso besser.

    Das Aufbringen dieser anderen Matten und Rovings geht gewissermaßen genauso wie bei der 225er.

    Nur so viel Harz mit Härter versetzen, wie man auch verarbeitet bekommt, sonst wird das Harz schon im Eimer fest.

    Auch hier setzen wir wieder styrolbeständige Fellrollen ein und einen Scheibenroller zum Entlüften.

    Jede einzelne Matte oder Rovinggewebe muss entlüftet werden bevor sie getrocknet ist. Ich empfehle immer nur etwa einen m² zu verarbeiten und dann vor dem Weiterarbeiten zu entlüften.

    Zum Schluss laminiere ich links und rechts am Heck und auch vorne am Bug noch je eine Leine fest. Die Leinen brauche ich beim Entformen bzw. beim Abheben der Form.

    Wenn der Laminataufbau dann fertig ist, muss die Form trocknen. Am Besten einen ganzen Tag oder die Nacht über.

    Wenn dann alles getrocknet ist, werden die Ränder besäumt. Das kann man mit einen kleinen Diamantpressluftsäge tun, oder mit einer Flex.

    Aber aufpassen, das staubt. Also Schutzmaske und Schutzbrille auf.

    Beim Entfomen schlägt man dann vorsichtig mit einem Gummihammer gegen die Form, damit die sich lösen kann. Aber nicht zu fest, sonst gibt es "Spinnenrisse" auf der Formenoberfläche, die sich an jedem mit der Form gebauten Boot abzeichnen.

    Wenn der Rand besäumt ist, setzt man bei dieser Formgröße etwa 20 Hartholzkeile ein, die man am Rand vorsichtig zwischen Positivkern und Form treibt.

    So ein Entformen kann eine bis mehrere Stunden dauern, weil man vorsichtig vorgehen muss, um die Form nicht zu beschädigen.

    Während des Entformens knistert es dann gespenstig. Hierbei löst sich die Form vom Positivkern.

    An den zuvor genannten Seilen setze ich bisweilen auch einen Kran an um das Entformen zu unterstützen.

    Wenn dann die Form gelöst ist kommt der entscheidene Augenblick. Ist die Form auch unbeschädigt?

    Hurra es hat geklappt.

    Nach dem Entformen legt man dann die Form wieder vorsichtig auf dem Positivkern auf und laminiert noch Vertärkungsteile und Füße an, die man dann mit Rollen versieht.

    Die Unterteilform ist also fertig.

    Im nächten Beitrag mache ich dann mit meiner H22 weiter, weil ich da mehr Bilder habe.

    Viel Spaß beim Lesen.

    Gruß Walter

    Die Bilder schiebe ich morgen nach. Ich bin etwas unter Zeitdruck.
    Angehängte Grafiken
    Geändert von Water (03.01.2010 um 17:45 Uhr) Grund: nachgeschobene Bilder

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein