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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie ist denn das mit dem UBI und SRC



ereus
10.02.2011, 18:37
Ich habe keinen der Scheine und bin auch hin- und hergerissen ob ich den UBI mache oder nicht? Denn im Binnenbereich nutze ich für die Schleussen mein Handy und auf dem Meer fahre ich eh nur in HR (Nord- und Ostsee ist mir zu kalt) da gilt dann für den Funk auch mein kroatisches B- Patent. In Italien und Frankreich gehe ich mal davon aus, dass die keine SRC oder UBI sehen wollen? Wie haltet Ihr das?

Und ganz wichtig ich habe ein Funkgerät eingebaut nehme aber in Deutschland keine Antenne mit und lasse auch das Anschlußkabel für das Funkgerät zu Hause - mit anderen Worten, das Gerät ist auch nicht mit wenigen Handgriffen funkbereit. Ist das so o.k. oder muss ich das Gerät ausbauen??

Mir ist es halt sehr wichtig in HR Funk dabei zu haben, dafür ist die Funke auch gedacht und wird deshalb auch in das Boot fest eingebaut. Das Gerät ist auch bei der Bundesnetzagentur zugelassen mit ATS und MMSI. Bin mal auf Eure Antworten gespannt? Das Gerät ist auf die Seefunkfrequenzen progammiert.

nova II
10.02.2011, 20:41
Hi Edgar,
Ich hab src, hab ich gemacht wegen Charter in Kroatien, ansonsten noch nie gebraucht.

Wenn du bei uns ne Funke draufhast, Must du auch einen Schein haben, binnen ubi.
Ansonsten ( auch wenn nicht angeschlossen und nicht betriebsbereit) zahlst du Strafe.

Ubi werd ich irgendwann auch machen, wenn die Prüfung einfacher ist.

Achja, morgends Prüfung src bestanden, abends hätt ich's glaub ich nicht mal mehr einschalten können.

JohnB
10.02.2011, 21:01
[..]
Wenn du bei uns ne Funke draufhast, Must du auch einen Schein haben, binnen ubi.
Ansonsten ( auch wenn nicht angeschlossen und nicht betriebsbereit) zahlst du Strafe.[..]

Hast Du da eine Quelle? Ich meine mich anders zu erinnern.

Nambawan
10.02.2011, 21:03
Hallo ereus, ich bin's wieder, nambawan. Habe letztes Jahr beide Scheine gemacht. Ist zugegeben ein Krampf. Für den SRC brauchst du englisch und musst wissen auf welcher Umlaufbahn ein Satelit läuft. Beim UBI wird nach der Interpretation holländischer und belgischer Meldungen gefragt. Unser Club-President ist bei der Kripo. Die erhalten dort eine 10 Minuten-Einweisung und wissen dann wie die Funke im Poli-Auto funktioniert. Der muss nicht erklären wo der nächste Sendemast steht. Der SRC wird gefordert in D und HR. Es wird mittlerweile kostenpflichtig in D kontolliert. Kostet ca. Euro 130,- wenn eine Funke an bord ist und du keinen Schein hast. Typisch deutsch. Ich habe eine billig-Funke von Compass für Euro 99,- erworben. Ist zugelassen für Binnen und See. Gruß aus den Westerwald. nambawan

nova II
10.02.2011, 21:27
Hast Du da eine Quelle? Ich meine mich anders zu erinnern.


Les mal hier unter sportschifffahrt.

http://de.m.wikipedia.org/wiki/Funkbetriebszeugnis_(Mobiler_Seefunk)?wasRedirecte d=true

Ich hab's so gelernt.
Meinte sogar, wenn du ein Boot kaufst auf dem eins drauf war mit funkzertifikat langt das ausbauen nicht, Must es auch noch abmelden.

ereus
10.02.2011, 21:29
HR.

Hallo Nambawan,

erst einmal herzlich willkommen hier im Forum, wir hatten ja schon Mailkontakt. Für Kroatien habe ich einen gültigen Funkschein- der gilt aber nur dort und nicht hier.

@Robert
Hast Du da irgend einen Link wo man das mal nachlesen kann? Zwing mich bitte nicht, dass ich auch noch das Funkerät ausbauen muss, sonst must Du in Bettingen mit mir fahren. Gereon übernimmt dann gerne dein Boot.:nuts::nuts:

nova II
10.02.2011, 22:29
Lt strenger gesetzesauslage langt auch der Ausbau nicht wenn du eine frequenzzuteilung fürs gerät hast.

(oder so ähnlich)

Ich hab mich damals auf dem Kurs auch mit den Prüfern angelegt,
Nach dem Motto:
Bin in Seenot, Lebensgefahr, darf nicht funken weil kein Schein?

Da wär mir doch die Geldstrafe schei..egal.

JohnB
11.02.2011, 09:38
Les mal hier unter sportschifffahrt.

http://de.m.wikipedia.org/wiki/Funkbetriebszeugnis_(Mobiler_Seefunk)?wasRedirecte d=true (http://de.m.wikipedia.org/wiki/Funkbetriebszeugnis_%28Mobiler_Seefunk%29?wasRedir ected=true)
[..]

Da steht nur, zur was die Funkscheine berechtigen.

Die einzige Aussage zur Scheinpflicht ließe sich hieraus ableiten: "... ist für den Schiffsführer vorgeschrieben, sobald eine ATIS-fähige UKW-Funkanlage an Bord ist"

Nun ist eine Anlage ohne Antenne nicht ATIS-fähig, so daß diese Textstelle das Handlen von Ereus stützt.

Im Übrigen sind ohnehin Gesetztestexte entscheidend.

JohnB
11.02.2011, 10:01
So, habe für binnen ein bisschen recherchiert. Das Informationsblatt des Bundesinneministerium (http://www.fvt.wsv.de/ubi/funkzeugnis_seefunkdienst_2006.pdf) gibt
dazu folgende interessante Auskunft (Hervorhebung hinzugefügt):
Eine häufig gestellte o. ä. formulierte Frage ist diese:

„Muss ich z. B. Inhaber eines UKW-Sprechfunkzeugnisses für den Binnenschifffahrtsfunk
(UBI) sein, wenn ich zwar eine Schiffsfunkstelle an Bord meines Sportbootes habe, sie
aber nicht benutzen will?“

Antwort:
Grundsätzlich muss davon ausgegangen werden, dass es Sinn und Zweck ist, eine solche
Funkanlage an Bord nicht nur mitzuführen, sondern sie auch zu benutzen. Schließlich
erhebt die Bundesnetzagentur dafür Gebühren und Beiträge vom Inhaber der
Frequenzzuteilung. Eine Schiffsfunkstelle darf grundsätzlich nur derjenige bedienen, der
über ein dafür ausreichendes Funkzeugnis verfügt.

Wichtig sind in diesem Zusammenhang die im § 4.05 Sprechfunk der
Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung enthaltenen Regelungen:
„4. Jedes mit einer Sprechfunkanlage ausgerüstetes Fahrzeug muss vor der Einfahrt in
unübersichtliche Strecken, Fahrwasserengen oder Brückenöffnungen auf dem für den
Verkehrskreis Schiff – Schiff zugewiesenen Kanal melden.
5. Das Tafelzeichen B.11 (Anlage 7) weist auf eine von der zuständigen Behörde
festgelegte Verpflichtung hin, Sprechfunk zu benutzen.“

Jeder Schiffsführer muss sich also fragen, ob er in die oben aufgeführten Situationen
gelangen kann und damit für ihn z. B. ein UBI erforderlich wäre.

Unser Rat:
Der Betrieb einer Schiffsfunkstelle auf einem Sportboot dient der eigenen Sicherheit und
der weiterer Mitfahrer sowie der übrigen Binnenschifffahrt. Die Funkanlage sollte daher
während der Fahrt immer eingeschaltet werden – wozu nur der Inhaber eines
ausreichenden Funkzeugnisses berechtigt ist. Auch hier gilt wieder: SAFETY FIRST!“

Daraus folgt IMHO: Es würde schon reichen, wenn die Anlage ausgeschaltet bleibt (soweit nicht
eine Situation des § 4.05 dies zum Verstoß machen würde).

Wenn also die Anlage ohne Antenne, also betriebsunfähig ist, kann weder ein Verstoß wegen
unberechtigter Inbetriebnahme vorliegen, noch wegen zwingend vorgschriebener Funkbenützung
(da das ja technisch dann gar nicht geht).

BLACK MONEY
11.02.2011, 12:57
auch ich habe beide scheine letztes jahr gemacht . :top:

ist schon wie geschrieben , nicht so einfach !! :(

es wird schon jahre dafür gekämpft , das der lernbereich einfacher gestaltet wird !

in der prüfung werden wirklich unsinnige fragen gestellt !! :wall:

umlaufbahn der satelliten und mehr dieser kuriositäten !! :wall:

ich muß aber sagen , was besseres als ne funke an bord gibt es nicht !! :top:

mit dem handy kann man nicht wirklich viel machen , wenn not am mann ist !! :(

in der funke sind deine daten eingespeichert und sobald ein notruf mit der distress taste ab geht ,

werden sie im rescue center bremen aufgenommen und an die örtliche dienststelle weiter geleitet !! :top: :top:

mit all deinen angaben zu boot und den entsprechenden koordinaten !! :top: :top:

das rescue center bremen ist nicht nur für deutschland zuständig , sondern fast für ganz europa !! :top:

hut ab vor den jungs !! :top: :top: :top:

ereus
11.02.2011, 19:13
Wenn also die Anlage ohne Antenne, also betriebsunfähig ist, kann weder ein Verstoß wegen
unberechtigter Inbetriebnahme vorliegen, noch wegen zwingend vorgschriebener Funkbenützung
(da das ja technisch dann gar nicht geht).

Ich sags ja immer ein Forum ist etwas feines. John, damit ist alles geschwätzt (Schwäbisch)

nova II
11.02.2011, 19:51
Erklär mal der entenpolizei,
Das die im Forum gesagt haben.......".........

ereus
11.02.2011, 20:05
Das würde ich dann schon tun. Habe gerade mit einem befreundeten Funkamateur gesprochen. Wenn das Gerät nicht betriebsbereit ist, dann ist es nicht vorhanden. Zuständig sei auch nicht die Teichpolizei sondern die Bundesnetzagentur. Mein Bekannter sagte mir dass früher mal eine Zeit gab, wo sogar der Besitz von Funkgeräten ohne Lizenz verboten war. Das hat sich maßgeblich geändert. Ich werde am Montag mich auch noch mal bei der Bundesnetzagentur erkundigen, um im Fall einer Entenpolizeikontrolle gewabnet zu sein.

Übrigens die Zulassungsurkunde habe ich mir mal genauer angeschaut. Da stehe ich als Inhaber drin, dann steht das Rufzeichen und die MMSI drin sowie eine Nummer mit SSFC und DSC und ATIS- Kennung. Weiterhin stehen drin Dienststunde HX und Art des Verkehrs CR. Eine Zuteilungsnummer und der Gerätetype. Das wars dann. Nix von Bootszuordnung